Nr. 01/2009 vom 08.01.2009

Vontobels Rache

Von Stephan Pörtner

Weil man ihn am Weihnachtsessen wieder zu den Unrasierten, den Langweiligen und Geschwätzigen gesetzt hatte, schwor der stellvertretende Abteilungsleiter Roger Vontobel bittere Rache. Er wartete, bis seine Vorgesetzten ordentlich besoffen waren und sich benahmen wie das letzte Bauernpack. Es war ein Leichtes, an ihre Hausschlüssel zu kommen, denn die Hosen wurden heruntergelassen, dass es eine Art hatte. Vontobel drang in vier Villen ein, erschreckte zwei Ehefrauen, beleidigte ein halbes Dutzend Hausangestellte, würgte eine Katze und schiffte in ein Hallenbad. Zurück an der Party, gab er sich umgänglich und half seinem indirekten Vorgesetzten ins Auto, was diesem erwartungsgemäss zum Verhängnis wurde.

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