Nr. 04/2010 vom 28.01.2010

Der Aufstand der Berge

Von Stephan Pörtner

Das neue Jahr war nicht nur schwierig auszusprechen, sondern auch bitterkalt. Herbert Zeitlosen war in seiner Wellnesshütte eingefroren. Dabei hatte er es allen zeigen wollen. All jenen, die ihn ausgelacht hatten, als er sein Gebilde aus Petflaschen, Strohziegeln und verqueren Ansichten am Rande des internationalen Kurortes aufstellte und dieser ganzen dekadenten Champagner-, Snowboard- und Ereigniskracherei den baldigen Untergang nicht nur voraussagte, sondern regelrecht an den Hals wünschte. Die Bergwelt würde sich erheben und alles hinwegfegen, was da so unerhört herumtrollte. Aber nun war er es, der aufgrund eines winzigen Denkfehlers im Eis gefangen war und ein gar peinliches Exempel abgab.

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