Nr. 18/2010 vom 06.05.2010

Newroz, ein Freudenfest gegen die Unterdrücker

Sie tanzen sich in Trance, sie reden sich ins Feuer, sie skandieren sich heiser: Am grössten Newroz-Fest der Türkei in der grössten kurdischen Stadt Diyarbakir stehen Hunderttausende wie ein Mann und eine Frau hinter der kurdischen Sache und fordern Freiheit und Gleichberechtigung im türkischen Staat. Das Frühlings- und Neujahrsfest, das auch auf dem Balkan, im Kaukasus, im Nahen Osten und in Zentralasien gefeiert wird, geht jeweils am 21. März in den Städten und Dörfern des türkischen Südostens unter dem wachsamen Auge der türkischen Sicherheitskräfte über die Bühne. Eine Reportage vom grössten Newroz-Fest der Türkei.

Von Andreas Fagetti

Als Metin Tekce mir das erste Mal begegnete, sprühte er vor Tatendrang und Selbstvertrauen. Die Leute der Provinzhauptstadt Hakkari im Südosten der Türkei hatten ihn eben zum Bürgermeister gewählt. Fünf Jahre sind seither verstrichen.

Jetzt lächelt Metin Tekce gegen seine Schmerzen an, während er die Tür zum Kurdischen Kulturverein in St. Gallen aufhält. Dann führt er mich ins Gebäude, behutsam setzt er einen Fuss vor den anderen, als balanciere er über Glassplitter. Der Kurde mit dem narbigen Gesicht kann sich nicht an den Tisch setzen, er muss seine Geschichte im Stehen erzählen. Dreissig türkische Polizisten prügelten vor zwei Jahren am Newroz-Fest in Hakkari mit Schlagstöcken auf ihn ein und brachen ihm beinahe den Rücken. Der Berufspolitiker und Funktionär der prokurdischen Partei für Frieden und Freiheit BDP, dem eine Haftstrafe drohte, weil er seine Meinung offen gesagt hatte, fürchtete um sein Leben. Mit seiner Frau und den beiden behinderten Töchtern flüchtete er in die Schweiz. Mittlerweile hat er mehrere Rückenoperationen über sich ergehen lassen. Als der 38-Jährige seine Geschichte zu Ende erzählt hat, fragt er, wie es war in Diyarbakir, am grössten Newroz-Fest der Türkei.

Schokolade für Öcalans Anwalt

Durch das Bullauge des Flugzeugs erscheint Diyarbakir im März als eine von grauen Linien durchzogene, ockerfarbene Fläche in einer grünlichen Ebene. Am Horizont schimmern im Norden und Osten schneebedeckte Berge. Die grösste kurdische Stadt liegt eineinhalb Flugstunden von Istanbul tief in der gewaltigen Landmasse der Türkei. Die Stadt wächst und wächst und quillt ins umliegende Grasland.

Für die KurdInnen ist Amed, wie sie Diyarbakir nennen, mehr als eine Stadt. Sie ist ihr Sehnsuchtsort. Einmal im Leben mit eigenen Augen Amed sehen, sich durch das Häusermeer am Tigris treiben lassen, die verwirrenden Gerüche der Stadt durch die Nase ziehen, ihren Staub schlucken. Das will auch Ismail Bulut, wie so viele aus der kurdischen Diaspora. Der schweizerisch-türkische Doppelbürger hat nicht nur Erwartungen im Gepäck, sondern auch eine Menge Schweizer Schokolade. Er wird sie am Newroz-Fest unter die Kinder bringen. Auch einem hageren, kleinen Mann, angeblich einer der Anwälte des eingekerkerten Kurdenführers Abdullah Öcalan, wird er im Foyer des Hotels Grand Güler einen Plastiksack mit Schokolade übergeben. Meine Fragen wird der Anwalt mit leerem Blick und regungsloser Miene an sich abprallen lassen.

Ismail Bulut gehört der unterdrückten religiösen Minderheit der Aleviten an, einer moderaten Spielart des Islams. Und er ist einer von vielen KurdInnen, die nur Türkisch sprechen und keinen der drei kurdischen Dialekte Kurmandschi, Zaza oder Sorani verstehen. Seine Eltern zogen 1956 aus Erzincan nach Ankara. Der unpolitische Vater verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Staatsbediensteter, ehe er in die Schweiz emigrierte und die Familie nachzog. Sein Sohn Ismail hingegen sympathisiert zum Leidwesen der Eltern mit der türkischen Linken. Er kam mit achtzehn Jahren nach Solothurn. Bald schloss er sich der kurdischen Bewegung an. Jetzt lebt der 45-Jährige mit seiner Frau und den beiden Söhnen in St. Gallen und engagiert sich im Vorstand des Kurdischen Kulturvereins.

Das Fahrwerk klappt aus dem Bauch des Flugzeugs und zischt mit einem giftigen Schleifen über die Landebahn von Diyarbakir. Unter Ismail Buluts schwarzem Schnauz spielt ein Lächeln, als er den Ort seiner Sehnsucht betritt. In der Altstadt, die eine alte fette Mauer aus Basaltstein umfängt, empfangen uns gellende Rufe. Mit Lautsprechern versehene Pick-ups und Cars kreisen durchs Zentrum und krächzen «Newroz! Newroz!» hinein in die Gassen und hinaus auf die Boulevards. Tage vor dem Fest stimmen sie auf das jährlich wiederkehrende Woodstock der Kurden ein. In manchen Jahren drängen sich dann draussen vor der Stadt eine Million Menschen auf einer Fläche so gross wie dreissig Fussballfelder. Sie feiern ausgelassen, sie essen, sie trinken, sie singen, sie tanzen, sie musizieren, sie stossen leidenschaftliche Reden hinaus in die anatolische Weite, sie entzünden ein grosses Freudenfeuer, und sie lassen ihre zum Victory-Zeichen geformten Finger hunderttausendfach in die Höhe schnellen und fordern Freiheit und Gleichstellung im türkischen Staat. Über dem Gelände kreisen Militärhelikopter, vor dem Gelände warten Grenadiereinheiten, und auf dem Gelände mischen sich Sicherheitsleute in Zivil unter die Menge.

Die Schlangen des König Sohak

Newroz, das ist Neuanfang, Newroz ist Aufbruch, Newroz bedeutet so viel wie neuer Tag. Dieses Neujahrs- und Frühlingsfest feiern die Menschen auf dem Balkan, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten. Aber nirgends ist es politisch aufgeladen wie in Kurdistan. Für die KurdInnen ist Newroz viel mehr als ein Brauch. Es ist ein Fest gegen die Unterdrückung, es wäre ein Nationalfeiertag, wenn es denn einen kurdischen Staat gäbe. Als der kurdische Nationalismus in den siebziger Jahren wieder erwachte, lud sich das Fest mit ihm auf. Seither prallen türkische Sicherheitskräfte und kurdische NationalistInnen an Newroz immer wieder aufeinander, dann kommt es zu Ausschreitungen, Verhaftungen, Folter, Toten.

Am 21. März erwachen die Mythen und Legenden über den Ursprung des kurdischen Volkes. Eine handelt vom tyrannischen Drachenkönig Sohak. Er herrschte über das Land Schahrazur, und aus seinen Schultern wuchsen Schlangen, denen täglich die Gehirne von zwei Kindern geopfert werden mussten. Untertanen von Sohak heckten eine List aus, um den König zu täuschen: Anstelle eines Kindes opferten sie ihm ein Kalbs- oder Lammhirn. So entging jeweils ein Kind dem Tod. Die geretteten Kleinen brachte man in die Berge. Das waren die Vorfahren der KurdInnen. Eine andere Legende handelt vom Schmied Kawa, der loszog und den Tyrannen Sohak erschlug. Vor Freude entfachten die Menschen ein Feuer, das die Nachricht im ganzen Land verbreitete.

Widerstand, Selbstbestimmung und Freiheit – das sind die grossen Themen an Newroz. Sie durchziehen die kurdische Geschichte bis auf den heutigen Tag. Unter den Osmanen waren die Kurden Anatoliens jahrhundertelang nicht einfach Untertanen des Sultans, die kurdischen Talfürsten, die Derebey, verstanden sich als Vasallen. Erst in den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts hatte die Selbstherrschaft ein Ende. Sultan Mahmud II. besiegte die kurdischen Stämme mithilfe des späteren preussischen Generals Helmuth von Moltke. Aber weder Aufstände – allein zwischen 1920 und 1930 erhoben sich die KurdInnen des Südostens sechzehn Mal und wurden sechzehn Mal besiegt – noch der aufkeimende kurdische Nationalismus brachten die alte Autonomie zurück.

Als sich im Laufe der siebziger Jahre eine kurdische Linke formierte, die nationalrevolutionäre Töne anschlug und die Kurdische Arbeiterpartei PKK den Weg der Gewalt wählte und die Losung für ein unabhängiges Kurdistan ausgab, reagierten die Militärs. Ihr Putsch von 1980 richtete sich in erster Linie gegen die Linke und den politischen Aufbruch unter den KurdInnen. Anders als die kurdischen Organisationen vor ihr war die PKK nicht ein Verein von Notabeln, Grossgrundbesitzern, Stammesführern und Gebildeten. Sie scharte Jugendliche, junge Frauen und Männer hinter sich, denen weder der Staat noch die traditionellen kurdischen Autoritäten eine Perspektive gaben.

1993 hatte Öcalans Guerilla den Gipfel ihrer Macht erklommen. Die Aufständischen kontrollierten weite Teile des Südostens ausserhalb der Garnisonen und der grösseren Städte. Doch dann schlug die zweitgrösste Armee der Nato erbarmungslos zu und konzentrierte 300 000 Soldaten und Polizisten in den kurdischen Gebieten. Der Krieg zwischen der türkischen Armee und der PKK tobte ein Jahrzehnt, Zehntausende Menschen starben, die Militärs schleiften Tausende Dörfer und vertrieben drei Millionen Menschen. Im Jahr 2004 hob die Regierung den Ausnahmezustand auf, lockerte die kulturellen Daumenschrauben, die Meinungsfreiheit wurde unter dem Druck eines möglichen EU-Beitritts der Türkei grösser.

Der offene Krieg ist beendet. Aber eine Lösung des Konflikts ist in weiter Ferne. Das sagt auch einer der bekanntesten Journalisten der Türkei, Mete Cubukcu vom Sender NTV. Er steht mit mehr als hundert anderen JournalistInnen auf der Pressetribüne am Newroz-Fest in Diyarbakir, lauscht den Reden der PolitikerInnen und beobachtet das wilde und fröhliche Treiben auf dem Platz, wo sich schätzungsweise eine halbe Million Menschen drängt. Allerdings ist es ist wie bei jedem politisch aufgeladenen Anlass dieser Welt: Es kommt darauf an, wen man fragt. Die Schätzungen schwanken zwischen 300 000 und 700 000.

Der Tag der Händler

Am Morgen des 21. März, einem Sonntag, schnüren zahllose Sammeltaxis und Busse durch den jungen Tag und sammeln die Menschen ein, die in Trauben an den Strassenrändern Diyarbakirs kleben. Ein Sog scheint sie hinauszuziehen an den nördlichen Stadtrand. Fliegende Händler mit ihren zweirädrigen Karren, die sonst das Stadtbild beherrschen, sind nur wenige unterwegs. In Seitenstrassen scheinen immer wieder die blauen Uniformen und die weissen Helme von Grenadieren auf. Unser Dolmus, so heissen die Sammeltaxis, füllt sich im Nu. Männer räumen für Frauen ihren Sitz, ein Bub im Peschmerga-Kostüm klammert sich an seine Mutter. Und dann skandieren kehlige Männerstimmen wie aus einer Stalinorgel gefeuert: «Lange lebe Öcalan! Er ist unser Führer!» Seinem Konterfei entgeht an diesem Fest niemand. Über die Stadt breitet sich ein milchig-blauer Himmel. Es wird ein heisser Frühlingstag, die Sonne knallt ihr Licht bereits an manchen Märztagen gnadenlos auf die Erde.

Von hohen Mauern eingefriedete Einfamilienhausquartiere säumen hier den Stadtrand. In den Übergängen zum Grasland stehen Gerippe von Hochhäusern, die auf ihre Vollendung warten. In der armen Stadt, in der bloss eine Minderheit eine halbwegs einträgliche Arbeit findet, schiessen dennoch Neubauten aus dem Boden. Amed ist eine junge Stadt. Öffnen die Schulen ihre Tore, fluten Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten die Strassen, und die Alten verschwinden dann im Strom der jungen Menschen. Aber das könnte sich auch hier schon bald ändern. Der Barbier, der mir am Vorabend von Newroz in seinem Salon in einer Seitengasse, die von der Kibris Caddesi in die Altstadt führt, den Schädel kahl schert, den Bart schabt und die Augenbrauen stutzt, stammt aus einer kinderreichen Familie. Er selbst hat bloss noch zwei Kinder. Einer seiner Söhne, ein Grundschüler, geht ihm an diesem Abend bei der Arbeit zur Hand. Der Barbier ist mit Hingabe am Werk. Er desinfiziert die Rasierklinge, er pudert mein Gesicht und nebelt mich zum Schluss mit einem süsslichen Parfum ein, dessen Duft noch Tage an mir haftet. Ein eigener Laden oder ein kleines Geschäft als Einkommensquelle – aber davon gibt es so viele wie Staub in den Strassen.

Aus allen Himmelsrichtungen strömen Menschen aufs Festgelände. Am flirrenden Horizont erscheinen sie wie Ameisenstrassen. Absperrgitter, Grenadiereinheiten, zwei weissblaue Tränengaswagen und der Militärhelikopter markieren den Zugang zum Gelände. Am Himmel kreist den ganzen Tag über ein Militärhelikopter wie ein lauerndes Insekt. Die Menschen nehmen die Kontrollen am Eingang gelassen hin. Junge Frauen in glitzernd-bunten Trachten oder hautengen Jeans kichern, tratschen und stimmen Lieder an, junge Männer blödeln, Matronen in wallendem Stoff und Kopftuch und alte Männer mit Dreitagebärten und wulstigen Schnäuzen lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Gleich hinter den Abschrankung haben sich die ersten HändlerInnen postiert. Zuerst gehen mich jene an, die mir einen Bändel oder ein Kopftuch in den kurdischen Nationalfarben Rot, Grün und Gelb andrehen möchten. Einige sitzen auf ihren in Plastik eingeschweissten Mineralwasserflaschen, manche balancieren auf dem Kopf ein Blech kunstvoll gestapelter Simit, ein ringförmiges Hefeteiggebäck mit Sesamkörnern auf der Kruste. Andere hocken im Schatten von Sonnenschirmen vor Orangenbergen. Und dann gerate ich in die Stromschnellen. Der wilde Menschenfluss wirbelt und stösst mich Richtung Bühne, wo die Lautsprecher dröhnen. Holzkohlequalm beisst in der Nase und brennt in den Augen, der Duft von gebratenem Hammelfleisch liegt in der Luft. Die Händler fliegen einem entgegen, ohrenbetäubend preisen sie ihre Ware an, mit aufgerissenen Mündern und geweiteten Augen versuchen sie einen zu ihrer Ware abzudrängen – zu Döner, Schwarztee, Airan, gefülltem Fladenbrot oder Halka Tatlisi, einem in Sirup getränkten zuckersüssen und verdammt klebrigen Spritzgebäck. An diesem Open Air bestimmt kein Sponsor, wer was wo verkaufen darf. Hier verkauft jeder, der etwas zu verkaufen hat. Denn es ist für viele womöglich das beste Geschäft des Jahres.

Noch ehe wir uns bis zur Bühne vorgearbeitet haben, setzen wir uns ermattet in einen der improvisierten Imbissbuden. Während ich auf ein mit Frischkäse gefülltes Fladenbrot und Airan warte, verwickle ich zwei Gymnasiasten und drei jungen Frauen in ein Gespräch. Was bedeutet für sie Newroz? Ahmed Kaiars gestanzte Antwort: «Freiheit und Frieden.» Der Freund des Mittelschülers mischt sich ein. «Wenn du mich fragst: Newroz ist einfach ein Fest.» Die beiden bereiten sich auf die Aufnahmeprüfung an die Universität vor. Fallen sie durch, müssen sie Arbeit suchen, die es nicht gibt, oder für einen zweiten Anlauf teuren Privatunterricht nehmen.

Alle hier möchten von der WOZ-Fotografin geknipst werden, sobald ihnen die grosse Kamera auffällt. In die immer gleiche Pose werfen sie sich dann – ein breites Lachen und das unvermeidliche Victory-Zeichen. Die jungen Leute machen da keine Ausnahme. Sie gruppieren sich um mich, und ich soll mitskandieren: «Lange lebe Apo!!! Biji serok Apo!!!» Apo heisst Onkel, Apo ist aber auch Abdullah Öcalans Deckname. Nehir – der Name bedeutet Fluss – schenkt der Fotografin einen Bändel in den kurdischen Nationalfarben und bindet ihn ihr ums Handgelenk. «Damit du dich an mich erinnerst», sagt Nehir.

Mahmut im Schneegrab

Die Unbeschwertheit der jungen Leute konnte Mahmut gar nicht verlieren, weil er sie nie besass. Mahmut ist Ende vierzig. Seine Augen im aschfahlen und zerfurchten Gesicht liegen in tiefen Höhlen, sein schütteres Haar ist grau. Mahmut ist kurdischer Nationalist. Das war schon sein Vater, der ins Gefängnis geworfen wurde, weil er ein Gewehr besass. Der Lebensmittelhändler war bewandert in kurdischer Geschichte und Kultur und gab dieses Wissen an seinen Sohn weiter.

Bereits den Rekruten Mahmut führten die Militärs in ihren Dossiers als «Terroristen». Mahmut sagt, er habe sich nie gescheut, offen zu seinem Kurdentum zu stehen. Bestimmt hundert Mal hätten ihn die Sicherheitskräfte verhaftet. Anfangs behielten sie ihn drei, vier Tage im Gefängnis. Mitte der achtziger Jahre sass er dann 33 Tage ein. «Bloss weil ich gesagt hatte, ich sei Kurde. Sie folterten mich. Sie haben dann ein Foto geschossen von mir, zusammen mit einer Bombe, einem Messer und einem Gewehr.» Einmal denunzierte ihn ein PKK-Überläufer: Mahmut habe ihn mit Medikamenten versorgt. Im Gefängnis schlugen die Schergen des Staates ihm die obere Zahnreihe aus. Das Gericht verurteilte den Kurden zu drei Jahren Gefängnis. «Ich habe jede erdenkliche Folter erlitten. Sie haben mir Elektroschocks verabreicht, sie haben mich in ein Erdloch gesteckt, sie haben meinen Kopf gegen die Wand geschlagen, sie haben mich an den gefesselten Armen hochgezogen, ich hing wie am Kreuz und verlor das Bewusstsein.» Als sie ihn aus dem Gefängnis entliessen, konnte er kaum noch gehen.

Einmal, es war Winter, hoben Polizisten ein Schneeloch aus, und Mahmut musste sich nackt in die Grube legen. Dann bedeckten sie ihn mit Schnee und pressten diesen fest. Bloss weil er sich geweigert hatte, ein fingiertes Geständnis zu unterschreiben. Und schliesslich erzählt er noch, dass ihn zwei Polizisten in einen Sack steckten, ihn auf die Hinterbank des Streifenwagens warfen und während der Fahrt darüber berieten, wie sie Mahmut zu Tode bringen sollten, sie quetschten ihn dann in einen Lastwagenpneu und stiessen ihn einen Hang hinunter.

Zwei von Mahmuts fünf Kindern kamen zur Welt, als er im Gefängnis war. Einer seiner Söhne war drei Jahre alt, als er den Vater das erste Mal zu Gesicht bekam. War Mahmut im Knast, schikanierten schwarz maskierte Spezialeinheiten seine Familie. Sie traten die Türe ein und stürmten die Wohnung. Seine Frau leidet bis heute schwer unter diesen willkürlichen Überfällen der Staatsmacht. «Wir haben alle das Lachen verloren», sagt Mahmut. Seit 2004 der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, lassen die Sicherheitskräfte des türkischen Staates den kurdischen Nationalisten und seine Familie in Ruhe. «Das ist keine besondere Geschichte, denn sie ist vielen widerfahren», sagt Mahmut zum Abschied.

Wer sich als Journalist akkreditiert, muss in der vierstöckigen, grün gestrichenen Parteizentrale der prokurdischen Partei BDP vorsprechen. Das Gebäude liegt am Rand eines Neubauviertels einige Fahrminuten vom Stadtzentrum. Die Akkreditierung ist eine Formsache. Im schmucklosen Büro schaut von der Wand aus einem Bilderrahmen eine gefallene PKK-Kämpferin traurig auf uns herab. Newroz ist hier auch eine Parteiveranstaltung. Ohne Medienausweis kämen keinE JournalistIn auf die Tribüne auf dem Festplatz, wo jeder Quadratmillimeter umkämpft ist. Denn alle wollen an diesem Tag der kulturellen, intellektuellen und politischen Elite nahe sein.

Open Air, Folklore und Agitprop

In Newroz verschmelzen Selbstvergewisserung, Jahrmarkt, Open Air, Folklore und Agitprop. Die berühmte Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Leyla Zana spricht zu ihrem Volk, die Juristin und Politikerin Aysel Tugluk beschwört die friedliche Koexistenz von Kurden und Türken auf Augenhöhe. Alle reden von Frieden, aber der sei nicht zum Preis der Unterdrückung zu haben. In jedem Votum fällt Öcalans Name. Wer den Frieden mit den Kurden suche, müsse mit ihrem Führer verhandeln. Nur Osman Baydemir, der gewiefte Bürgermeister und Volkstribun von Diyarbakir, international einer der bekanntesten kurdischen PolitikerInnen, vermeidet den Namen jenes Mannes, dessen Konterfei die Massen in die Höhe halten – Öcalan in den grünen und wasserreichen Bergen Kurdistans, umgeben von treuen Gefährten, Öcalan, der nachdenkliche Intellektuelle, Öcalan, der Anführer des grossen Aufstandes. Jetzt aber sind alle Linsen und Objektive auf Baydemir gerichtet. Der Bürgermeister wirbt für Versöhnung – jetzt sei die Zeit des Friedens gekommen. Und doch ist allen klar, wie er das meint. Auch Osman Baydemir, den die Justiz mit Hunderten Verfahren zu blockieren versucht, lässt sich nicht zu billigen Zugeständnissen herab: Osman Baydemir grüsst alle, die jetzt im Gefängnis sitzen.

Hier reden die PolitikerInnen nicht wie VersicherungsvertreterInnen, in ihren Stimmen vibriert Pathos, ihre raumgreifenden Gesten sind von Leidenschaft getrieben, sie ballen die Faust, sie stechen den Arm in die Luft. Die Menschen saugen ihre Worte auf und orchestrieren die Reden mit brausenden Chorälen des Protests oder der Zustimmung. Als der Name Erdogan fällt, buht die Menge. Für viele Kurdinnen und Kurden spricht der türkische Ministerpräsident mit gespaltener Zunge. Sie sehen in den scheinbaren Zugeständnissen an ihr Volk bloss Stimmenfang.

Dann wirbelt dichter Rauch aus der Menge, das grosse Newroz-Feuer ist entzündet. Vorne auf der Tribüne wechseln sich Politikerinnen und Musiker bis in den frühen Abend hinein ab. Der neue Star der modernen kurdischen Musik, der aus Schweden angereiste kurdische Hip-Hopper Serhado, schliesst die Reihen zwischen Alt und Jung, sie tanzen Arm in Arm, Menschenschnüre schlenkern zum treibenden Sound des Sängers, der in seine Musik traditionelle Motive einwebt und auch mit kurdischen Folksängern auftritt. Serhado besingt den Widerstandsgeist seines Volkes wie Ferhat Tunc und andere. Auf Youtube finden sich Videos, die Serhado inmitten der kurdischen Berge zeigen, zusammen mit einem traditionellen Sänger, der sich mit seiner Laute und der Kalaschnikow in den Widerstandskampf stürzt.

Istanbul macht unfrei

Wo die Stadt in Grasland übergeht, picknicken Grossfamilien auf grossflächigen Decken und Tüchern. Alltag für Kurdinnen und Kurden – denn auch in den Häusern und Wohnungen tragen die Frauen das Essen auf einem Tuch am Fussboden auf. Drei Männer beugen sich Richtung Mekka. Hier feiert Mustafa mit seinen Freunden. Der feingliedrige Kurde lässt das Plektrum über die Saiten seiner Saz gleiten. Die türkische Laute, auch Baglama genannt, spielten schon die anatolischen Barden. Und bei den Aleviten ist das Versammlungsritual, Cem genannt, ohne Baglama undenkbar. Nahezu jeder alevitische Geistliche spielt sie. Er trägt mit ihr Gedichte vor und begleitet damit die Gesänge. Mustafas Lied handelt nicht von Gott und nicht vom Himmel, in seinem Lied beklagt eine Mutter ihren ermordeten Sohn. Der Saz-Spieler, der in einem Dorf in der Nähe Diyarbakirs aufwuchs, lebte vierzehn Jahre in Istanbul. Dort sei es schön, aber als Kurde fühle man sich unfrei. Vor zwei Jahren kehrte er Istanbul den Rücken und siedelte sich wieder in seiner Heimat an. Der Möbelschreiner hat ein eigenes Geschäft aufgebaut.

Im Südosten des Landes drehen die Kurden schon seit Jahren ihre Musik laut auf, lesen ihre Zeitungen in kurdischer Sprache wie «Azadiya Welat», Freie Heimat. In Istanbul lässt ein Kurde das besser bleiben, will er Scherereien vermeiden. Wer sich etwa mit einer Diyarbakirer Autonummer – zu erkennen an der Ziffer 21 – in den Westen der Türkei wagt, muss damit rechnen, als «Terrorist» mit Steinen beworfen zu werden. Mit türkischen Nationalisten ist nicht zu spassen. Das erfahren wir auf unserer Rückreise in Istanbul. Ein Kellner im Viertel Beyoglu fährt uns wütend an, als er mitbekommt, wo wir waren. «Istanbul is good, Antalya is good, Izmir is good!!!» Wer zu den «Terroristen» in den Südosten fährt, «is bad».

In Trance

Dann spielt sich auf dem Newroz-Gelände in Diyarbakir eine unwirklich anmutende Szene ab. In der Ferne Öcalans Stimme. Es ist eine alte Videobotschaft des PKK-Anführers, die auf der Tribüne abgespielt wird.

Unter der brennenden Sonne, die sich jetzt gegen Westen neigt, erlahmt die Festfreude. Alte Frauen ziehen sich unter die Schirme in den Schatten zurück, die Teeverkäufer machen jetzt ein gutes Geschäft. Nur die jungen Frauen und Männer formieren sich unermüdlich zum Kreistanz, zu den Klängen von Davul, einer Trommel, und Zurna, einer kegelförmigen Oboe. Der tragende Rhythmus der Trommel und die darüber gespielten, durchdringenden und schreienden Klänge der Zurna versetzen TänzerInnen in Trance. Plötzlich lösen sich die Kreise wieder auf, und irgendwo im Meer der Körper und Köpfe formieren sich neue.

Und die Durstigen wenden sich an Mehmed, den Teeverkäufer. Er arbeitet im Sommer im Westen der Türkei als Kellner, um seine vier Kinder durchzubringen. In Diyarbakir sei die Unterdrückung durch das Militär und die Angst nach wie vor gross. Er, dessen Bruder bei der Guerilla war und jetzt im Gefängnis sitzt, wünscht sich nichts sehnlicher als einen kurdischen Staat. «Erst dann werden wir wirklich frei sein.» Am Gerüst über ihm flattert das Konterfei von Mazlum Dogan. Er war Mitglied des Zentralkomitees der PKK. Mit 27 Jahren setzte er am Tag von Newroz im Gefängnis von Diyarbakir seine Zelle in Brand und erhängte sich aus Protest gegen die Missstände in den türkischen Gefängnissen.

Ein deutsches Herz für Kurdistan

Hasal Akgün ist voller Leben. Die Achtzehnjährige hat ein Tuch in den kurdischen Nationalfarben um ihren Kopf gebunden, langes Haar fällt ihr auf die Schultern, und ihre dunklen Mandelaugen schauen selbstbewusst. Hasal Akgün ist ganz von der kurdischen Sache eingenommen. Die junge Frau aus Düsseldorf ist mit ihren Grosseltern zum Newroz-Fest angereist. «Ich kenne meine Wurzeln», sagt sie. Ihre Leidenschaft für die kurdische Kultur haben die Grosseltern entfacht. Hasal Akgün ist auch Deutsche. Aber ihr Herz schlägt für Kurdistan. In der Ferne steigt pechschwarzer Qualm von einem brennenden Pneuhaufen in den Himmel. Ein Traktor zieht einen Anhänger, in der eine Schar von Mädchen unbeschwert lacht und johlt. Auch Hasal Akgün verschwindet in der Menge, die von der Stadt allmählich wieder aufgesaugt wird. Hasal Akgün ruft noch: «Ich komme wieder, vielleicht schon im nächsten Jahr!»

Flucht in die Schweiz

Auch Sebahattin würde gerne nächstes Jahr das grösste Newroz-Fest der Türkei besuchen. Aber es wäre eine Reise ins Gefängnis. Als mir Sebahattin das erste Mal begegnete, war der Sohn einer vom Militär vertriebenen Bauernfamilie Präsident der prokurdischen Partei der Provinz Hakkari. Er erzählte mir die übliche Geschichte – von Gefängnis, Folter und Schikanen. In Sebahattins Augen blitzte der Schalk, und er summte melancholische Lieder. Eines Tages setzten wir uns in einen geliehenen Pick-up und schaukelten über eine bucklige Staubpiste hoch in die Berge zu den violetten Felsen, die aus dem Hochland wachsen. Er führte mich zu seinem zerstörten Dorf, wo früher die Pferde, Schafe und Ziegen seiner Familie weideten. Die Militärs kamen, als die Familie auf der Hochalp war. Von dort musste Sebahattin mit ansehen, wie Soldaten aus Helikoptern seine Pferde niedermachten, wie die Polizisten von der nahen Polizeistation die Felder zerstörten und die Häuser niederbrannten. Xarusa ist der Name des Dorfes. Dort wächst jetzt Gras zwischen den Mauerresten. Sebahattin kann sein zerstörtes Dorf nicht mehr besuchen. Er reiste im Herbst 2009 in die Schweiz ein. Weil er prokurdischer Aktivist ist und seine Meinung frei äusserte, wäre er – einmal mehr – für mehrere Jahre ins Gefängnis gewandert. Er wählte die Flucht.

Seit November lebt Sebahattin wie sein Freund Metin Tekce im Kanton St. Gallen als Asylbewerber. Wir haben uns kürzlich verabredet. Als der Vierzigjährige seine Geschichte zu Ende erzählt hat, fragt er, wie es war in Diyarbakir, am grössten Newroz-Fest der Türkei.

Mikrobudgets

Damit lässt sich kein Staat machen

Von prokurdischen BürgermeisterInnen regierte Gemeinden leben oft von der Hand in den Mund. Vier Gespräche und eine Warnung.

Politik gegen die kurdische Bewegung macht der zentralistische türkische Staat auch über die Verteilung der öffentlichen Gelder. Osman Baydemir, der Bürgermeister von Diyarbakir, sagt, was viele kurdische Gemeindeoberhäupter sagen: Von prokurdischen BürgermeisterInnen regierte Städte und Gemeinden erhielten weniger öffentliche Mittel als andere.

Die Gemeinden und Städte des Südostens haben sich daher zusammengetan, um sich gemeinsam für eine Verbesserung des wirtschaftlich unterentwickelten Landesteils einzusetzen. Osman Baydemir, Bürgermeister der grössten Stadt im Kurdengebiet, ist eine treibende Kraft in dieser Städte- und Gemeindevereinigung. Und seine pragmatische Politik ist ein Beispiel dafür, wie sich trotz allem etwas erreichen lässt.

Der Bürgermeister hat in seinem beschränkten Einflussbereich – Schlüsselressorts wie die Sicherheit und Finanzen kontrolliert der Provinzgouverneur – dafür gesorgt, dass in seiner Stadt der öffentliche Raum in Ordnung gehalten wird. Er hat Pärke und Spielplätze anlegen lassen, die gut gepflegt und daher von den BewohnerInnen der Stadt auch geschätzt werden. Er hat auf dem Gelände eines aufgelassenen Fabrikareals mit EU-Geldern ein Sozialzentrum einrichten lassen, in dem die Armen der Stadt eine Ausbildung machen, die jungen Menschen Sport betreiben und Bildungshungrige Kurse und eine grosse Bibliothek nutzen können.

Vermint und verarmt

Ausserhalb der grössten Stadt des Südostens sind die Perspektiven noch trister. Im Foyer des Hotels Kristal im Zentrum Diyarbakirs treffen wir Mehmet Kanar. Er ist Bürgermeister von Cele, einem Ort direkt an der irakischen Grenze. In der Gemeinde leben 8000 Menschen, die Mehrheit Inlandflüchtlinge. Die ganze Umgebung sei vermint. Das wirtschaftliche Leben liegt am Boden. Manche züchten Schafe und Ziegen, andere bauen Reis an oder betreiben Handel, und etwas Arbeit fällt im Baugewerbe an. Aber an einem Ort, in dem auf einen kurdischen Bewohner etwa vier Soldaten kommen, sind die Spielräume in jeder Hinsicht eng. Der Bürgermeister kann nicht viel bewegen, zu mickrig ist das Budget seiner Gemeinde. Es beträgt etwa 110 000 türkische Lira, das entspricht einem Betrag von rund 80 000 Franken. Gut die Hälfte des Budgets geht für die Löhne der 45 Gemeindeangestellten drauf. Damit lässt sich selbst im mausarmen äussersten Südosten kein Staat machen. Der kurdische Bürgermeister hat wie so viele seiner KollegInnen ein Gerichtsverfahren wegen prokurdischer Äusserungen am Hals. Auch er kennt die Gefängnisse der Türkei von innen. «Uns hilft niemand», sagt Kanar, «Europa nicht und auch die USA nicht.» Wenn es so weitergehe, wachse die Wut, und es komme wieder zum Bürgerkrieg, warnt er.

Fadit Bedirhanoglu, Nachfahre kurdischer Stammesfürsten, sitzt hinter einem imposanten Pult in der Gemeindeverwaltung von Hakkari. Er ist erst seit sechs Monaten im Amt, aber er wirkt so resigniert, als amte er hier schon seit Jahrzehnten. Die Stadt hat einen Schuldenberg von 42 Millionen türkischen Lira angehäuft (zirka 31,7 Millionen Franken), denn aus Ankara fliesse das Geld spärlich. Sechzig Prozent der Haushalte sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Aussicht auf Besserung gibt es nicht. «Wir brauchen die Hilfe des Auslandes», sagt Fadit Bedirhanoglu. Eine Partnerschaft mit einer europäischen Stadt – davon träumt der Bürgermeister.

In der achtzig Kilometer von der irakischen Grenze gelegenen Bergstadt mit ihren etwa 75 000 EinwohnerInnen kommt nur auf einen grünen Zweig, wer beim Staat angestellt ist – im Spital, in der Gemeinde oder in der Schule. Der grösste private Arbeitgeber ist eine Kelimweberei, die einen Geschäftsführer, einen Färbereimeister und etwa zwanzig Weberinnen beschäftigt – und das in einer Stadt von der Grösse St. Gallens.

Initiative aus dem Quartier

Die Landwirtschaft in der Umgebung ist wegen der Vertreibungspolitik des türkischen Staates schwer geschädigt. Milch kann sich in diesem fruchtbaren Landstrich kaum einer leisten, moderne Vertriebssysteme wie etwa Kühlwagen fehlen ohnehin. Wie schlecht es um die Gemeindefinanzen steht, zeigt ein anderes Beispiel: Die Stadt, die für den Unterhalt und den Bau der Quartierstrassen zuständig ist, kann sie nicht sanieren. Das Geld fehlt. Jetzt haben sich die QuartierbewohnerInnen zusammengetan. Mit dem zusammengelegten Geld kaufen sie Pflastersteine und Kies, die Stadt stellt die Strassenarbeiter und die Maschinen. Auf diese Weise konnten bisher fünf Quartierstrassen saniert werden.

Einer der Vorgänger des Bürgermeisters klagte vor fünf Jahren bereits über den wachsenden Schuldenberg. Metin Tekce sprach damals von 26 Millionen türkischen Lira Schulden. Wegen des defekten Trinkwassersystems nähmen die Typhusfälle besonders unter Kindern wieder zu, klagte er. Metin Tekce ist ein Parteigänger der prokurdischen Partei BDP. Das wurde ihm zum Verhängnis. Dreissig Polizisten prügelten ihn am Newroz-Fest vor zwei Jahren beinahe zum Krüppel. Er und seine Familie mussten flüchten. Heute lebt der kurdische Politiker als Asylbewerber im Kanton St. Gallen.

Andreas Fagetti

Dieser Artikel wurde ermöglicht durch den Recherchierfonds des Fördervereins ProWOZ. Dieser Fonds unterstützt Recherchen und Reportagen, die die finanziellen Möglichkeiten der WOZ übersteigen. Er speist sich aus Spenden der WOZ-LeserInnen.

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