Nr. 38/2010 vom 23.09.2010

Frohe Aussicht

Von Stephan Pörtner

Der Stamm der Huni-Indianer hatte sich in die Berge zurückgezogen, um abzuwarten, bis die hereinflutenden Eroberer und Nachzügler irgendwann wieder abdampfen würden. Diese zeigten sich jedoch ungebrochen umtriebig, nicht mal zur Ferienzeit gaben sie Ruhe, sondern knatterten mit allerlei Räderwerk durch die Landschaft. Eines Tages war plötzlich alles still, und als es während einer Woche ruhig blieb, kamen die Indianer aus ihrem Versteck und stellten fest, dass den Fremden der Most ausgegangen war. Sie lagen wie Käfer auf dem Rücken und jammerten erbärmlich. Kurz darauf verschwanden sie oder gingen elendiglich ein. Die Huni aber feierten drei Tage lang frohe Aussicht.

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