Nr. 40/2010 vom 07.10.2010

Hinterm Konfiglas

Von Stephan Pörtner

Wirgel sass vor seiner Hütte am Schattenhang. Unter ihm lag das Tal, das vor Hitze flimmerte. Die Autobahn summte wie ein dicker Käfer, der in einem Konfiglas eingesperrt ist. Am Gegenhang stiegen bunt bekleidete Gestalten zielstrebig auf, denn heute war wieder etwas los. Wirgel wusste nicht genau was, denn er ging nie hinüber, er hielt es mit den Fröschen: Die Autobahn war die unüberwindbare Grenze. Manchmal blickte er aber mit dem Feldstecher in die Ferne. Was er dabei sah, hatte ihm schon ein paarmal den Hut gelupft. Doch sein Bruder Wurgel, der herumgekommen war, versicherte, dass alles seine Richtigkeit hatte.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Hinterm Konfiglas aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr