Nr. 14/2011 vom 07.04.2011

Glaubwürdigkeitsprobleme

Von Stephan Pörtner

Der Überfluss, seit längerem als Problem erkannt, erfreute sich nichtsdestotrotz robuster Sympathiewerte. Es war einfach schwierig, sich seinem Charme zu entziehen. Das lag einerseits an seiner ebenso unaufdringlichen wie überzeugenden Art, einem weiszumachen, man hätte aufgrund unteschwelliger, aber permanenter Geringschätzung durch das Umfeld eine Belohnung verdient. Andererseits steckte ein Grossauftrag an das PR-Büro Strahlemann dahinter, der nicht publik werden durfte, denn diese ausgekochten Propagandalümmel hatten auch für eine Reihe bedenklicher Personen und Organisationen in Funk und Fernsehen gut Wetter gemacht. Wäre herausgekommen, dass der Überfluss sich ihrer bediente, hätte er ein Glaubwürdigkeitsproblem am Hals gehabt, das ihm denselben gebrochen hätte.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Glaubwürdigkeitsprobleme aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr