Nr. 17/2011 vom 28.04.2011

Prinzip Freizeit

Von Stephan Pörtner

Die Langläufer, die während der ganzen Saison über die Skifahrer gelacht und gehöhnt hatten, die auf ihren künstlichen Schneestreifen zu tun versucht hatten, als sei so etwas wie Winter, sahen jetzt auch nicht besser aus, während sie auf ihren dorfbachähnlichen Nassschneeloipen durch die Ebenen spritzten. Aber ans Aufgeben war nicht zu denken, auch als die Temperaturen längst das frühsommerliche Mittel erreicht hatten, denn hier ging es ums Prinzip, wie bei jeder Freizeitbeschäftigung, die, wenn mit Hingabe betrieben, keinerlei Platz lässt für Wankelmütigkeit. Aber insgeheim hofften sie doch, ein Föhnsturm möge die Saison beenden und ihrer Sturheit ein würdiges Ende bereiten.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Prinzip Freizeit aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr