Nr. 18/2011 vom 05.05.2011

Auf schiefem Gleis

Von Stephan Pörtner

Die Zugfahrt auf der durch internationale Organisationen geschützten Linie war ein Vergnügen, in das Karl Sutter ohne Absicht gekommen war, denn er hatte nur in Chur umsteigen wollen. Dabei musste irgendetwas schief gegangen sein, wahrscheinlich war es der Barwagen, der einladend vor ihm stand, sodass er gar nicht anders konnte, als einzusteigen und loszutrinken. Die charmante Bedienung, die froh war um etwas Kurzweil während der ansonsten ereignisarmen und beim vierzigsten Mal nicht mehr ganz so spektakulären Fahrt, gaukelte ihm auch derart gekonnt Sympathie vor, dass Sutter erst beim Zahlen des erklecklichen Zuschlags merkte, dass er aufs schiefe Gleis geraten war.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Auf schiefem Gleis aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr