Nr. 19/2011 vom 12.05.2011

Wohl bekomms!

Von Stephan Pörtner

Gustav Altenhofer, inoffizieller Held der absteigenden Mittelklassegastronomie, hatte wie zu erwarten eine Saison hinter sich, die, trotz drastischer Lohnkürzungen beim Personal und beinah komplettem Verzicht auf Investition in Qualität beim Einkauf von Speisen und Getränken, als himmeltraurig bezeichnet werden musste. Wenn er nicht nebenher mit Gammelfleisch gehandelt hätte, wäre der Konkurs unausweichlich gewesen. Die Gäste hatten immer mehr das Gefühl, sie könnten Ansprüche stellen und Sonderwünsche anmelden. Wenn nicht bald eine breit angelegte Umerziehung durchgeführt würde, sah Altenhofer schwarz für seine drei strategisch gut gelegenen Touristenfallen und wäre am Ende gezwungen, in den Wellnessbereich einzusteigen, wo noch alles möglich war.

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