Nr. 36/2011 vom 08.09.2011

Gefahr der Gartenarbeit

Von Stephan Pörtner

Wer zu lange im Garten sitzt, läuft Gefahr, sich in einen Klumpen zu verwandeln, aus dem bei Gelegenheit schwer einzuordnende Geräusche dringen. Selbst wer sich der allgemein überschätzten Gartenarbeit nur mit äusserster Zurückhaltung widmet, rutscht leicht ins Trollige und Krauterhafte ab. Einzig das Ziehen von Gräben, quer durch gepflegte Rasenpartien oder Gemüserabatten, kann verhindern, dass der Mensch sich schon auf dem Trottoir nicht mehr zurechtfindet und zwischen Beleidigung und Überempfindsamkeit schwankend, sich nach seiner Parzelle sehnt, die bei näherem Hinschauen und objektiver Beurteilung den ganzen Aufwand nicht wert ist. Darum sollte man bei schönem Wetter gelegentlich drin bleiben und fernsehen.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.

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