Nr. 09/2012 vom 01.03.2012

«Als gesunde Männer sind wir losgezogen»

Mitte nächster Woche beginnt in Basel die grösste Schmuckmesse der Welt. Die gute Nachricht: Lucky Gems, eines der übelsten Unternehmen der Branche, darf erneut nicht ausstellen. Die schlechte: Noch immer sterben in China Menschen an den Folgen ihrer Arbeit in der Schmuckindustrie – und kaum jemand schaut hin.

Von Wolf Kantelhardt, Nanchong

«Wir sind die erste Generation von Arbeitern, die nach Beginn der Reform- und Öffnungspolitik … sozusagen … zu Schaden gekommen sind.» Feng Xingzhong kann keine langen Sätze sprechen, ohne ausser Atem zu geraten. Vielleicht hat er sich deswegen angewöhnt, in jedem Satz «sozusagen» zu sagen. In manchen Sätzen sagt er es zweimal. So hat er Zeit zum Luftholen. Denn Feng hat eine Staublunge – wie Tausende andere ChinesInnen in der Millionenstadt Chongqing und der Provinz Sichuan, die während der neunziger Jahre im Perlflussdelta Halbedelsteine für den Export geschnitten, geschliffen, poliert hatten.

Seit 2008 leitet Feng im Dorf Xu des Bezirks Pengan der Stadt Nanchong in der Provinz Sichuan ein kleine Anlaufstelle für «Berufskranke». Er kann viel erzählen und kennt viele Beispiele von Menschen, die sich in Zulieferbetrieben der Schmuckindustrie zuschanden gearbeitet haben. Und er besucht sie auch regelmässig.

Zum Beispiel die Familie Luo, die nur ein «mu» Land besass, etwa 650 Quadratmeter. Luo Youyuan ist der älteste Sohn und hat drei jüngere Brüder. Der Ertrag des kleinen Felds reichte höchstens fürs Essen – «aber sonst für überhaupt nichts», sagt Luo. 1988 ging er deswegen nach Shenzhen, eine Stadt im Perlflussdelta, etwas nördlich von Hongkong. Doch die dortigen Elektronik-, Spielzeug- und Textilunternehmen wollten lieber Arbeiterinnen. Schliesslich fand Luo eine Arbeit beim Unternehmen Huanqiu und fing an, Halbedelsteine zu schleifen. Mindestens neuneinhalb Stunden am Tag, oft zwölf. «Die Maschinen standen dicht nebeneinander.» Nach zehn Jahren konnte Luo Youyuan nicht mehr. Die Ärzte sagten ihm, er habe Tuberkulose (TBC), also kehrte er in sein Heimatdorf in der Nähe von Chongqing zurück. Tatsächlich leidet Luo jedoch an Silikose: Staublunge. Als er das erfuhr, reiste er nicht nach Shenzhen; er forderte auch keine Entschädigung. «Ich habe keine Beweise», sagt er.

«Nur die Hälfte der Kranken prozessiert», schätzt Feng Xingzhong von der Beratungsstelle in Xu. «Bei einer Staublunge kann es bis zu zehn Jahren dauern, bis die Krankheit ausbricht.» Dann aber könnten die Kranken sich nicht mehr auf ihr ehemaliges Arbeitsverhältnis beziehen. Weil die Unterlagen fehlen oder weil sie zwischenzeitlich zu vielen anderen Arbeiten nachgegangen sind. «Oder weil sie Angst vor den Kosten haben», sagt Feng. «Ausserdem heisst es in den Dörfern oft: ‹Das bringt doch nichts. Du hast sowieso keine Chance. Schone dich lieber.›»

Seit über zehn Jahren hat sich Luo Youyuan nicht mehr untersuchen lassen. Auch Medikamente nimmt er keine. «Wir sind hier auf dem Land, das ist für uns zu teuer. Ich kaufe mir manchmal höchstens ein Stück Fleisch.» Von seinen drei Brüdern, die ihm alle nach Shenzhen folgten und die ebenfalls als Halbedelsteinschleifer arbeiteten, ist einer schon gestorben. Die beiden anderen – Luo Youzhong und Luo Youguo – leben wieder in Shenzhen und haben einen Prozess angestrengt. Ein Gericht sprach ihnen je 300 000 Yuan Entschädigung zu (umgerechnet 43 000 Franken). Aber die Firma behauptet, kein Geld zu haben, und zahlt nur in monatlichen Raten von 3000 Yuan. Dabei hat Luo Youzhong schon Stufe drei erreicht; er wird noch dieses Jahr sterben.

Die lebensverlängernde Haft

Etwas besser erging es Li Bozhong, der nur vier Jahre lang Halbedelsteine geschliffen hat, von 1991 bis 1995. «War das ein Staub!», erinnert er sich. «Auf drei, vier Meter konnten wir die Kollegen nicht mehr erkennen. Bei uns sind nachher alle krank geworden. Auch das Management!» Der Boss habe die Fenster verklebt, «damit niemand einen Stein aus dem Fenster werfen konnte». Trotzdem verschwanden aus dem Unternehmen Liqi, das im Westen unter dem Namen Lucky Gems bekannt wurde (vgl. «Die Staublungenfabrik»), 1995 Steine im Wert von 2,5 Millionen Yuan, wie die Firmenleitung zunächst behauptete. Beziehungsweise 460 000 Yuan, wie die Versicherung später feststellte.

Li wurde beschuldigt und sass fast vier Jahre in Untersuchungshaft. Die Narben an seinen Handgelenken stammen von der Folter bei den Verhören. Andererseits war es vielleicht gerade seine Verhaftung, die ihm das Leben rettete: «Hätte ich weiter gearbeitet, wäre ich wahrscheinlich schon tot», sagt er und winkt wie zum Abschied. Denn nach seiner Freilassung war bei Li Tuberkulose diagnostiziert worden. Achtzehn Monate lang schluckte er TBC-Medikamente – bis er so aufgedunsen war, dass er nicht mehr aufstehen konnte.

Als er herausfand, dass er eine Staublunge hatte, hiess es, er komme zu spät: Sechzig Tage nach dem Ausscheiden aus einem Unternehmen könne er sich nicht mehr auf das Arbeitsverhältnis beziehen. Li liess trotzdem nicht locker – und erstritt sich gleich eine doppelte Entschädigung: 200 000 Yuan muss Liqi / Lucky Gems zahlen, 60 000 Yuan die Lokalregierung von Shenzhen (für die unschuldig in Haft verbrachten Jahre). Von Lis vier Brüdern hat nur der zweitälteste keine Staublunge. Die anderen drei sind alle krank – und arbeiten weiter als Schleifer.

Feng kramt zwei Fotos hervor. «Hier, siehst du?», fragt er. «Die grossen Unternehmen haben jetzt alle modernere Schleifereien. Das hier sind Luftabzüge», er deutet auf ein Foto, «alle tragen Masken. Und das wird den Kontrolleuren und Kunden vorgeführt. Aber in diesem Bereich wird nur ein Teil der Steine geschliffen.» Die meiste Arbeit, sagt Feng, «wird an Subunternehmen vergeben, und die vergeben sie an noch kleinere Betriebe weiter, die unter genau den gleichen Bedingungen arbeiten wie wir damals. In engen, ungelüfteten Räumen. Ohne Schutz oder mit einem Baumwolltuch vor dem Mund.»

Auch Lis kranke Brüder arbeiten auf eigene Rechnung, weil sie kein Unternehmen mehr einstellen würde. «Die sind damals zusammen mit mir rausgeflogen und haben dann so lange in Kleinbetrieben gearbeitet, dass sie jetzt keine Entschädigung mehr bekommen können», sagt Li. «Von irgendetwas müssen sie aber leben.» Li hat Geschwüre in der Lunge. Noch schlimmer aber gehe es seinem jüngsten Bruder: «Vor einer Woche hat er Blut gehustet. Trotzdem arbeitet er weiter im Staub. Etwas anderes hat er nie gelernt.» Sein Kind sei erst sieben, die Schule kostet Geld. Li gibt ihm bestenfalls noch drei Jahre.

Tangs früher Tod

Tragisch ist auch die Geschichte von Tang Jiqing, die Feng erzählt. Tang starb 2011, es war kein schöner Tod: «Mit Sauerstoffschlauch in der Nase, sprechen konnte er nicht mehr, seine Augen waren weit aufgerissen», berichtet Feng, der damals dabei war. «Der Arzt hat als Todesursache Staublunge aufgeschrieben», sagt Tangs junge Witwe Deng Yan. «Aber dann hat er Angst bekommen und mir den Schein wieder weggenommen.» Und was steht auf der neuen Sterbeurkunde? «Verdacht auf Staublunge», sagt Deng.

«Die Krankenhäuser hier in Sichuan stehen unter grossem Druck», berichtet Feng. «Die Regierung von Shenzhen hat sie schon mehrmals verklagt. Und als das für Berufskrankheiten zuständige Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Chengdu einmal vierzehn Arbeitern Staublunge diagnostiziert hat, kam der Boss von Liqi angerauscht, hat mächtig Druck gemacht und versucht, den Krankenhausbetrieb lahmzulegen.»

Tangs Lunge war einfach noch zu jung, als er 1990 mit vierzehn Jahren und dem Ausweis eines anderen nach Shenzhen ging und bei Liqi zu arbeiten begann. 1999, im Alter von 25 Jahren, heiratete er. Ein Jahr später wurde er gefeuert: Verdacht auf TBC. Zu dieser Zeit war seine Frau gerade schwanger. Zwei Jahre lang nahm Tang TBC-Medikamente. «Aber davon ging es ihm nur noch schlechter.» Nach zwei Jahren habe er erfahren, dass er eine Staublunge hat, sagt seine Witwe. «Er hatte nicht einmal mehr die Kraft, ins Dorf zu gehen und Mah-Jongg [eine Art Domino, Anm. d. Red.] zu spielen. Wie sollte er da in Shenzhen einen Prozess führen?»

«Noch 2005, als Liqi mal wieder umgezogen ist und kranke Arbeiter die Strassen blockiert haben, wäre es für Tang relativ einfach gewesen, eine Entschädigung zu bekommen», sagt Feng, der damals selber in Shenzhen prozessierte. Aber er habe keinen Kontakt zu ihm gehabt. «Früher hiess es in den Dörfern: Wenn jemand krank zurückkommt, hat er in der Stadt bestimmt etwas ausgefressen. Die meisten haben deswegen versucht, ihre Krankheit zu vertuschen. Und Tang ist auch nicht zurück in sein Dorf, sondern hat [in China sehr ungewöhnlich] bei seinen Schwiegereltern gewohnt. Dort im Dorf kannte ihn niemand.» Ab 2007 brauchte Tang regelmässig Sauerstoffbeatmung. «48 Yuan hat das pro Stunde gekostet», sagt Deng. Sie breitet Fotos auf dem Tisch aus. Von sich und einem hageren grossen Mann. Dann noch eins: sie, ihr Mann und ihre zehnjährige Tochter.

Eigentlich wollte Deng nicht wieder heiraten. Aber weil sie keinen Sohn hat, bestanden ihre Eltern darauf. «Und er ist ja auch gut zu mir», sagt Deng und seufzt. In zwei Wochen wird ihr neuer Mann in die Provinz Fujian aufbrechen, um sich eine Arbeit zu suchen. Deng schuldet Verwandten und Freunden immer noch viel Geld, das sie sich geliehen hatte, um Tangs Medikamente bezahlen zu können.

Der lange Hürdenlauf

Deng Yonghong, der fast elf Jahre bei Liqi arbeitete, hat einen langen Hürdenlauf hinter sich. Der begann, als die Firma, wie er erzählt, eine Richtlinie der Internationalen Organisation für Normierung (ISO) erfüllen wollte und die Gesundheit aller Beschäftigten überprüfen liess. Dabei stellte man bei ihm Lungenprobleme fest. «Der Arzt hat nicht gesagt ‹krank›. Er hat gesagt, ich solle in einem halben Jahr noch einmal kommen. Anders als die Gesunden haben wir dann keine Lohnerhöhung mehr bekommen. Liqi hat gehofft, dass wir von uns aus gehen.» Für Deng steht fest, dass der Arzt bestochen war: «Die wollten auf Zeit spielen. Weil sie wissen: Die Arbeiter haben keine.»

Aber immerhin: Nach einem halben Jahr bekam Deng 20 000 Yuan Abfindung. «Wir wussten damals nicht, dass es bei dieser Krankheit keine Heilung gibt. Manche haben 20 000 bekommen, manche 30 000. Und so sind wir wieder in unsere Dörfer zurück.» 2005 konnte Feng ihn dann überreden, noch einmal nach Shenzhen zu reisen und auf eine grössere Entschädigungssumme zu klagen. «Er hat zwei Schweine verkauft, um sich die Fahrkarte leisten zu können», sagt Feng grinsend, und Deng wird ganz rot im Gesicht.

Allein die medizinischen Untersuchungen, die nur Spezialkrankenhäuser für Berufskrankheiten vornehmen dürfen, dauerten drei Monate. Zwei Wochen für den Berechtigungsschein, dann auf die Termine warten und «dann muss ja auch noch das Arbeitsamt eine ‹Feststellung der Arbeitsfähigkeit› erstellen». Zu seinem grossen Glück stellte Deng seinen Antrag beim Arbeitsamt am 9. März 2009 – elf Tage später löste das bereits in die Stadt Haifeng umgezogene Unternehmen seine Registrierung in Huizhou auf, und Deng hätte nicht mehr klagen können.

Danach musste er die Arbeitsschiedsstelle anrufen. «Die antwortete nach sechs Monaten, sie sei nicht mehr zuständig.» Deng solle sich an das Amt dort wenden, wo Liqi sich nun niedergelassen hatte. Aber einer seiner Freunde hatte herausgefunden, dass Liqi vor der Auflösung seiner Registrierung der Regierung von Huizhou garantiert hatte, für alle noch entstehenden Forderungen aufzukommen. Das untere Bezirksgericht erklärte sich trotzdem für nicht zuständig. Das mittlere Stadtgericht entschied aber, dass sich das Bezirksgericht der Sache annehmen müsse. Auf den zweiten Termin beim Bezirksgericht wartete Deng sieben Monate; schliesslich wurden ihm 200 000 Yuan Entschädigung zugesprochen. Gegen dieses Urteil legte Liqi Berufung ein – doch es blieb rechtskräftig.

Noch aber war Dengs Kampf nicht vorbei, denn die Firma zahlte nicht. Für die Zwangsvollstreckung musste er sich wieder ans Bezirksgericht wenden. Das verwies ihn an den neuen Bezirk. Dort erklärte das Gericht, dass auf Liqis Konto kein Geld sei; es war rechtzeitig beiseitegeschafft worden. Zum Glück kam einer von Dengs Freunden auf die Idee, im Grundbuch nachzusehen – und siehe da: Immobilien gab es noch, und so konnte das Gericht mit Pfändung drohen. Mithilfe der Hongkonger Arbeiterrechtsorganisation Labor Action China (LAC), die Demonstrationen vor dem Unternehmenssitz in Hongkong organisierte, und Unterstützung aus der Schweiz (vgl. «Die Kampagne») konnte zusätzlich Druck aufgebaut werden. «Sonst hätten wir uns vor die Werkstore gesetzt, um dort zu sterben», sagt Deng.

Immerhin Kündigungsschutz

Fünf Jahre hat er gebraucht, um an sein Geld zu kommen. Hat er dann gefeiert? «Nein», sagt Deng. «Glücklich war ich nicht. Auch mit einer Million Yuan wäre ich nicht zufrieden gewesen! Aber bei dem derzeit herrschenden System …» Er zuckt mit den Schultern. Fünf Jahre und Kosten in Höhe von 118 000 Yuan für Anwälte, Lebensunterhalt, Fahrten. Vom Rest der Entschädigungssumme hat Deng sich in seinem Heimatdorf ein Haus gebaut. Es ist schon fast fertig.

«Davon raten wir den Arbeitern eigentlich ab», sagt Feng. Manche haben sich ein Haus bauen lassen und sind gestorben, bevor sie einziehen konnten. Aber das Schlimmste ist: So ein Haus hat keinen grossen Wiederverkaufswert. Von der Entschädigung aber müssen die Kranken für den Rest ihres Lebens leben. «Wir haben eine Umfrage gemacht», erzählt Feng, «über sechzig Prozent derer, die eine Entschädigung bekommen haben, stecken das ganze Geld in ein Haus.» Und so sind im Umkreis des Dorfes Xu schon eine ganze Menge kleiner Häuser entstanden.

Andererseits sind die Häuser ein sichtbarer Beleg für Fengs Bemühungen. Er verzeichnet noch andere Fortschritte. So können inzwischen den ArbeiterInnen die Kosten für die Feststellung einer Berufskrankheit in Höhe von rund 2000 Yuan, einem knappen Monatslohn, mithilfe von LAC und seinem Hauptgeldgeber, dem deutschen Hilfswerk Misereor, vorgestreckt werden. Ausserdem darf ArbeiterInnen bei Verdacht auf Berufskrankheit nicht mehr gekündigt werden. Die medizinischen Untersuchungen müssen nicht mehr in der Provinz des Firmensitzes vorgenommen werden, sondern können auch in den Heimatprovinzen der ArbeiterInnen stattfinden. Mittlerweile reicht auch die Aussage von drei ehemaligen KollegInnen als Anerkennung für die Existenz eines früheren Beschäftigungsverhältnisses. Und die Regierung kann während der Prozessdauer die medizinischen Behandlungskosten vorschiessen. Feng selbst weiss zumindest von vier Fällen, wo das tatsächlich passiert ist.

Auch in Sichuan gab es Verbesserungen. «Früher hatte die Regierung hier die Einstellung: Wenn jemand im Perlflussdelta zu Schaden gekommen ist, dann ist das … sozusagen … eine Angelegenheit des Perlflussdeltas, die sie … sozusagen … nichts angeht.» Er hingegen sei schon immer der Meinung gewesen, dass sich die Regierung schon früher hätte kümmern müssen: «Wir sind als gesunde junge Männer losgezogen und … sozusagen … als Kranke zurückgekommen.» Am besten kümmert sich die Regierung des Bezirks Guangan um die Kranken. Sie zahlt ihnen inzwischen sechzig Yuan im Monat – und nicht nur ihnen, sondern auch deren Familienmitgliedern, mit Ausnahme der Ehefrau.

Als Nächstes wird Feng versuchen, dass der staatliche Behindertenverband Berufskrankheiten – und das heisst hier vor allem die Staublungen von Männern aus Schmuckfirmen, Kohlebergwerken, Zementfabriken und die Vergiftungen von Frauen aus Batteriefabriken – als Behinderung anerkennt. Und er will erreichen, dass die staatliche Krankenversicherung nicht nur einen Teil der stationären Behandlungskosten übernimmt, sondern auch einen Teil der Kosten für Medikamente trägt.

Die Fortschritte passieren langsam, Feng braucht noch einen langen Atem. «Wir verstehen ja, dass sich das Land entwickeln muss und dafür Opfer zu bringen sind. Aber die, die diese Opfer gebracht haben, sollten zumindest angemessen entschädigt werden.» Im Bezirk Guangan steht übrigens auch das Geburtshaus von Deng Xiaoping, dem Architekten der kapitalistischen Reform- und Öffnungspolitik von China.

Dieser Artikel wurde ermöglicht durch den Recherchierfonds des Fördervereins ProWOZ. Dieser Fonds unterstützt Recherchen und Reportagen, die die finanziellen Möglichkeiten der WOZ übersteigen. Er speist sich aus Spenden der WOZ-LeserInnen.

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