Nr. 09/2012 vom 01.03.2012

Die neue WOZ-Website ist da!

Der neue Onlineauftritt bietet ein offenes Archiv und eine bessere Navigation.

Von Das WOZ-Kollektiv

Die WOZ hat ab dem Erscheinungstag dieser Ausgabe eine neue Website. Endlich. Vor acht Jahren ist www.woz.ch letztmals erneuert worden. Das ist im digitalen Zeitalter eine Ewigkeit. Facebook war damals noch ein lokales Studentennetzwerk mit ein paar Tausend Mitgliedern, YouTube existierte noch gar nicht, und Smartphones waren Zukunftsmusik. Eines blieb seither aber unverändert: Die Zeitungstitel und ihre VerlegerInnen haben noch immer keinen Weg gefunden, analoge Inhalte profitabel in die digitale Welt zu überführen. Eine Entwicklungslinie lässt sich dennoch feststellen: Printinhalte werden zunehmend hinter Paywalls gesperrt.

Solidarität per Mausklick

Die WOZ schlägt mit der neuen Website einen anderen Weg ein. Wir finanzieren uns zu achtzig Prozent durch unsere AbonnentInnen. Sie garantieren unsere Existenz. Deshalb stehen nach wie vor nur in der Printausgabe alle Texte sofort zur Verfügung.

Aber die WOZ öffnet ihr Archiv. Neben den schon bis anhin aufgeschalteten Texten sind neu nach einem Monat alle gedruckten Texte online zu lesen, was auf der WOZ-Website bislang nicht möglich war. Vorläufig gilt das für alle Texte seit November 2011. Das Archiv wird aber laufend erweitert. Längerfristiges Ziel ist es, jeden WOZ-Text der letzten dreissig Jahre zu digitalisieren und verfügbar zu machen.

Allerdings kostet unabhängiger und kritischer Journalismus etwas – auch wenn er online gestellt wird. Neu können deshalb Online-LeserInnen ihre Solidarität mit der WOZ spontan ausdrücken: über den SMS-Spendedienst FairGive oder den Mikrobezahldienst Flattr. FairGive ist eine Schweizer Initiative, die sich für Transparenz und Nachhaltigkeit in Bezug auf digitale Spendenkanäle einsetzt. Gespendet wird über eine SMS-Nachricht an die Nummer 488 mit dem Stichwort WOZ und der Angabe eines Spendenbetrags zwischen 1 und 99 Franken. Die Bezahlung erfolgt ohne weitere Gebühren über die jeweilige Mobiltelefonrechnung der SpenderInnen (mehr Infos unter www.fairgive.org). Flattr wiederum ist ein Projekt des schwedischen Internetaktivisten Peter Sunde, auf das unter anderem auch die deutschen Zeitungen «taz» und «Der Freitag» setzen. NutzerInnen zahlen auf 
flattr.com einen Mindestbeitrag von zwei Euro ein und können anschliessend auf Websites, die den Mikrobezahldienst benutzen, auf einen entsprechenden «Flattr-Button» klicken. Am Monatsende wird die eingezahlte Gesamtsumme durch die Anzahl der Klicks geteilt und an die BetreiberInnen der Websites ausgezahlt.

Laufend ausgebaut

Die Öffnung des Archivs ist nicht die einzige Neuerung. WOZ-Layouter Marcel Bamert hat die Website neu gestaltet, WOZ-Informatiker Lorenz Schori sie programmiert. Der Webauftritt ist nun deutlich übersichtlicher. Bewährte Inhalte wie die Dossiers zu diversen brisanten Themen oder die surrealen «100 Wörter» von Krimiautor Stephan Pörtner bleiben erhalten.

Die neue Website ist kein fixfertiges, statisches Produkt, sondern bewusst als «work in progress» gehalten. Verschiedene Ausbaustufen sind bereits aufgegleist – allen voran eine elektronische WOZ-Ausgabe für AbonnentInnen. Geplant ist auch, ausgewählte Artikel zur moderierten Diskussion mit den entsprechenden WOZ-RedaktorInnen freizugeben.

Viel Spass beim Schnuppern – und Verweilen – auf www.woz.ch! Ihre WOZ

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