Nr. 11/2012 vom 15.03.2012

Antirassismus

Die Aktionswoche gegen Rassismus der Stadt Bern vom 21. bis zum 28. März soll der Bevölkerung eine Plattform bieten, um gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aktiv zu werden. Sie bietet ein vielfältiges kulturelles Programm sowie Diskussionen, Workshops, Stadtrundgänge, Ausstellungen und vieles mehr.

Bern Detailliertes Programm und weitere Infos: www.bern.ch/gegenrassismus, www.gggfon.ch.

Gewaltmonopol

Bei wem liegt das Gewaltmonopol? Was machen westliche Söldnerfirmen im Irak? Ist die Privatisierung von Sicherheit legitim? Gibt der Staat sein Gewaltmonopol ab? Die GSoA lädt ein zu einer öffentlichen Diskussion über Söldnerfirmen, die Privatisierung von Sicherheit und das Gewaltmonopol des Staates.

St. Gallen Restaurant Dufour, Bahnhofstrasse 19, Do, 22. März, 20.15 Uhr.

Migration

Die Integrationsdebatte geht zumeist von einem Defizit von MigrantInnen aus. Der Autor, Migrations- und Rassismusforscher Mark Terkessidis plädiert für das Konzept der Interkultur: Institutionen und Organisationen sollen die bestehende Vielfalt angemessen berücksichtigen und vorhandene – grossteils unsichtbare – Barrieren, die bestimmte Gruppen von der aktiven Teilnahme ausschliessen, so schnell wie möglich beseitigen. «Es geht darum, einen neuen gemeinsamen Raum zu erfinden. In dem Moment, wo Barrierefreiheit hergestellt wird, wo es eine höhere und breitere Partizipation gibt in dieser Gesellschaft, gibt es auch Veränderung und Erneuerung», sagt Terkessidis. Darüber gibt es mit ihm nun eine Diskussion unter dem Titel «Einwanderungsland Schweiz. Die Realität, die Debatten – und die Folgen».

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44,
Mi, 21. März, 19.30 Uhr.

Rüstungsgeschäfte

Im Bodenseeraum gibt es über ein Dutzend Firmen im Bereich Rüstung und Waffenausfuhr. Der Friedensweg am Ostermontag (zu Fuss, mit Bahn und Fähre), zu dem über vierzig Organisationen einladen, führt von Arbon dem See entlang nach Steinach, wo Jo Lang (alt Nationalrat der Grünen und GSoA-Vorstand) vor der Firma STI Hartchrom für das Waffenausfuhrverbot plädiert und über den Export von Geschützrohren spricht. Dann geht es zur Firma MTU Friedrichshafen, wo Jürgen Grässlin (Rüstungsexperte, Träger des Aachener Friedenspreises 2011) referiert. In Friedrichshafen ist auch die Abschlussveranstaltung im Gemeindehaus St. Nikolaus mit der Präsentation des Aufrufs «Rüstungsfreie Zone Bodensee» und einem kleinen Imbiss und Musik.

Arbon bis Friedrichshafen Treffpunkt beim Bahnhof Arbon, Mo, 9. April, 9.45 Uhr, Abschlussveranstaltung ab 15 Uhr. Detailliertes Programm, weitere Infos und Anmeldung: 
www.sosos.org.


Das Motto des diesjährigen Ostermarsches lautet «Stopp der wirtschaftlichen Gewalt – Rohstoffe zum Leben». Die Forderungen: Die Schweiz solle sich ihrer Verantwortung bewusst werden und sich international gegen Unterdrückung und Ausbeutung einsetzen, statt sich die Hände mit Waffendeals schmutzig zu machen; Firmen mit Sitz in der Schweiz sollen verpflichtet werden, die hier geltenden Regeln (Menschenrechte beispielsweise) auch in ihren Firmen im Ausland durchzusetzen; und die Schweiz solle endlich militärisch abrüsten und für echte Sicherheit durch Bildung, soziale Sicherheit und einen nachhaltigen Umgang mit der Natur sorgen. Louise Schneider von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und Angelica Ortiz, Mitarbeiterin der indigenen Frauenbasisorganisation Fuerza de Mujeres Wayúu, werden referieren. Zum Abschluss gibt es Musik von der GSoA-Band «Pazif und ab u zue blutt» und von Chèvre Chô sowie ein jurassisches Buffet.

Bern Mo, 9. April, 13 Uhr Auftakt beim Eichholz an der Aare (Endstation Wabern Tram 9). Marsch entlang der Aare, Schlusskundgebung 14.30 Uhr auf dem Münsterplatz.

USA

Seit Beginn der Weltwirtschaftskrise gab es im Land der (un-)begrenzten Möglichkeiten immer wieder breit abgestützte soziale Kämpfe. Gewerkschaftliche Kämpfe wie in Wisconsin, Mobilisierungen des öffentlichen Dienstes in New York und die Occupy-Bewegung sind Zeichen eines neuen sozialen Widerstands. Damit beschäftigt sich eine Diskussionsveranstaltung mit Sherry Wolf, Gewerkschaftsaktivistin des öffentlichen Dienstes in New York.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60,
Di, 20. März, 19.30 Uhr.

Verdingkinder

Im Zentrum der Ausstellung «Verdingkinder reden» stehen Hördokumente von Betroffenen, ausgewählt aus Interviews, die im Rahmen zweier Forschungsprojekte über die Fremdplatzierung von Kindern und das Verdingkinderwesen in der Romandie und in der Deutschschweiz geführt wurden. Ehemalige Verdingkinder und Heimkinder berichten über ihr Leben und den Umgang mit ihren Erfahrungen.

Im Rahmenprogramm spricht Arthur Honegger, ehemaliges Heim- und Verdingkind, Journalist und Autor von «Die Fertigmacher», mit Hansrudolf Frey, ehemaliger Leiter des Verlags Huber Frauenfeld.

Zürich Gespräch: Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Do, 22. März, 19.30 Uhr. Ausstellung: Schulhaus Kern, Kernstrasse 45, geöffnet Di–So, 11–18 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 1. April.

Wasser

Anlässlich des Weltwassertags laden diverse Organisationen ein zur Veranstaltung «Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut». Bolivien ist eines der ersten Länder Lateinamerikas, das Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut in der Verfassung verankert hat. Bei der Schweizer Premiere des in Bolivien gedrehten Films «Water runs deep, local insights, global challenges» (30 Minuten) von Martin Moll soll die Verpflichtung von Gesellschaft und Kirche angesichts der UN-Erklärung zum Wasser als Menschenrecht (2010) und der ökumenischen Erklärung «Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut» (2005) diskutiert werden. Präsentation und Diskussion: Angélica Navarro, Botschafterin Boliviens in der Schweiz, Pia Grossholz-Fahrni, Vizepräsidentin des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Franklin Frederick, Wasseraktivist Brasilien/Schweiz, Martin Moll, Filmproduzent, Geonex Knowledge GmbH, und Thomas Zeller, Berater für Wasserpolitik bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit.

Bern Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5,
Do, 22. März, 19.30 Uhr.

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