Nr. 22/2012 vom 31.05.2012

Olympisches Komitee, Lausanne

Von Stephan Pörtner

Auch für London 2012 wurde das Stubenhocken nicht als olympische Disziplin zugelassen, so wenig wie für Sotchi 2014 oder wo immer diese Leuteschinderveranstaltung in Zukunft abgehalten wurde. Obwohl es eine der ganz wenigen Disziplinen war, die sommers wie winters ausgeübt werden konnte. Der Weltspitze wäre es gar zuzutrauen gewesen, mehrere Olympiaden hintereinander auszusitzen. Doch für einmal war nicht das korrupte und auf schnellen Gewinn ausgerichtete Gremium, das über die Aufnahme entschied, allein an dem skandalösen Umstand schuld. Die Stubenhocker hatten, obwohl ihr Zentralkomitee in Lausanne domiziliert war, just gegenüber jener zwielichtigen Behörde, es bisher einfach nicht geschafft, die Bewerbungsunterlagen hinüberzutragen.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Olympisches Komitee, Lausanne aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr