Nr. 37/2012 vom 13.09.2012

Kunst vom Rand

Der Kultur- und Begegnungsort «Kulturpunkt» ist im letzten Mai von Basel ins Berner Zentrum für Kulturproduktion Progr umgezogen. Hier organisiert der Kulturvermittler Claude Haltmeyer Ausstellungen, Anlässe und Begegnungen mit «Kunstschaffenden ausserhalb des kommerziellen Kunstmarkts».

Er sei sehr zufrieden mit dem neuen Veranstaltungsort, sagt der 54-jährige Historiker Haltmeyer: «Wir sind hier im Progr in einem Umfeld von anderen Kunstschaffenden, mit denen wir auch guten Kontakt haben.» Verstärken möchte Claude Haltmeyer die Vernetzung mit den etablierten Kulturinstitutionen: «Wir versuchen, das breite Spektrum der Kunstschaffenden am Rand der Gesellschaft aufzuzeigen, und möchten ein Bewusstsein dafür schaffen, wie diese schon seit jeher die etablierten Kunstschaffenden beeinflusst haben.» Das bekannteste Beispiel in Bern sei wohl der Maler Paul Klee.

In der nächsten Kulturpunkt-Ausstellung, «L’amour est dans l’air», die am 13. September eröffnet wird, sind Werke von Alexandre Baumgartner zu sehen. Der 1970 in Genf geborene Künstler lebt und arbeitet im Foyer Clair Bois, der Fondation en faveur des personnes polyhandicapées. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen das Verhältnis der Menschen zueinander, ihre Intimität und ihre Sexualität.
Von Silvia Süess

www.kulturpunkt.ch

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