Nr. 19/2013 vom 09.05.2013

Auszeit

Von Stephan Pörtner

Andernorts standen die Zeichen bereits auf Sturm, weil sich abzeichnete, dass die Saison noch durchzogener werden würde als alles, was man bisher durchzittert hatte. Wenn es doch wenigstens mal ordentlich bergab gegangen oder ein Spitzenwert zu prognostizieren gewesen wäre, damit hätte man sich ja abfinden können, aber dass es immer unausgewogener und unruhiger werden, die emotionalen Wechselbäder nie gekannte Intensitäten erreichen sollten, das war den meisten zu viel, und sie beschlossen schon bevor es losging, in diesem Jahr eine Auszeit zu nehmen oder den Bettel hinzuschmeissen und sich eine andere Beschäftigung zu suchen, eine, bei der das Gemüt nicht überkocht.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.

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