Nr. 19/2013 vom 09.05.2013

Alter

In der öffentlichen Reihe «Alter(n) ohne Grenzen? Internationale, interkulturelle und interdisziplinäre Perspektiven» des Zentrums für Gerontologie an der Universität Zürich hält Harm-Peer Zimmermann vom Institut für Populäre Kulturen das Referat «Altersbilder von türkischen Migrantinnen und Migranten im Vergleich. Islamische Grundsätze – alltägliche Sichtweisen».
Zimmermann behandelt darin die Fragen: Gibt es eine Globalisierung des Lebens im Alter? Spielt es noch eine Rolle, in welcher Kultur, in welchem Land wir alt werden? Manche SchweizerInnen wandern aus, um klimatisch oder finanziell angenehmere Bedingungen zu finden, auch, um sich individuell betreuen und pflegen zu lassen, oder sie lassen zum gleichen Zweck ausländische Frauen zu sich kommen. ArbeitsmigrantInnen altern immer häufiger «in der Fremde», da ihnen die alte Heimat inzwischen fremd geworden ist. Welche Grenzen erfahren sie dabei?
Zürich Universität Zentrum, Rämistrasse 71, 
Raum KOL F-121, Mi, 15. Mai 2013, 18.15 Uhr.

Emmental

Während Zürich einen riesigen Finanzsektor aufweist, Basel von der chemisch-pharmazeutischen Industrie lebt und Genf sich als internationaler Handelsplatz profiliert, sitzt in Bern die Bundesverwaltung. Oder ist da mehr? Ein Spaziergang mit dem Architekten und Wirtschaftshistoriker Hans-Peter Bärtschi durch Burgdorf und Oberburg ermöglicht überraschende Einblicke in eine Region, die nicht den Ruf einer Industrieregion geniesst. Was ist geblieben vom industriellen Erbe der Eisenbahnwerkstätte, von Flachsspinnereien, Leinenwebereien, Mühlen, Brauereien und dem bernischen industriellen Pioniergeist des beginnenden 20. Jahrhunderts?
Burgdorf Treffpunkt beim Bahnhof vor der Unterführung Seite Altstadt, So, 12. Mai 2013, 10.45 Uhr. Dauer: 3–4 Stunden. Mittagspause: Verpflegungsmöglichkeit bei der ehemaligen Brauerei und dem heutigen Landgasthof Lochbach. Anmeldung: thomas.bauer@hotmail.ch.

Exil

Margrit Schiller, heute 65, schloss sich Anfang der siebziger Jahre der Roten Armee Fraktion (RAF) an. Von 1971 bis 1973 war sie im Gefängnis, ging danach zurück in die Illegalität, wurde 1974 erneut verhaftet und sass bis 1979 ein. 1985 ging sie nach Kuba ins Exil, heiratete einen Kubaner und lebt heute mit ihren beiden Kindern in Uruguay. Schiller erzählt im Buch «So siehst du gar nicht aus!» von den Schwierigkeiten des Exils und beschreibt Alltagsprobleme – gerade auch von Frauen in Havanna und Montevideo. Der Basler Infoladen lädt ein zu einer Lesung und Diskussion mit Margrit Schiller.
Basel Infoladen Magazin, Inselstrasse 79, 
Mo, 13. Mai 2013, 20 Uhr.

HIV/Aids

Im Rahmen eines Politischen Abendgottesdiensts spricht Michèle Meyer, selber HIV-betroffen, zum Thema «Wie leben mit HIV/Aids im Spannungsfeld von Selbstbild, Gesellschaft und Politik?».
Zürich Kirche St. Peter (St. Peterhofstatt), 
Fr, 10. Mai 2013, 18.30 Uhr.

Kinderbetreuung

Kindertagesstätten und schulbegleitende Betreuung werden stetig ausgebaut, die Qualitätsansprüche steigen, aber die Arbeitsbedingungen sind an vielen Orten nicht gut genug. Aus Spargründen werden an manchen Orten die Bedingungen sogar verschlechtert: Gruppen werden grösser, Betreuungszeiten ungünstiger, Pausen gekürzt etc. Deshalb findet die VPOD-Tagung «Gute Arbeitsbedingungen in der Kinderbetreuung und schulergänzenden Betreuung» statt. Die Tagung will Bilanz ziehen und diskutieren, welche Bedingungen notwendig sind, damit KinderbetreuerInnen ihre vielfältigen Anforderungen erfüllen können, und richtet sich an Personen, die mit der Tagesbetreuung zu tun haben.
9.45 Uhr: «Kinderbetreuung und schulische Tagesbetreuung in der Schweiz: Wo stehen wir?» mit Christine Flitner (Zentralsekretärin VPOD und Vorstand Bildung und Betreuung).
10.30 Uhr: Vortrag «Gute Arbeit braucht gute Ausbildungen» von Thomas Jaun (Leiter Höhere Fachschule für Kindererziehung Zug, Präsident Netzwerk Kinderbetreuung).
11.30 Uhr: «Grosse Herausforderungen – unterschiedliche Lösungen: Kinderbetreuung und schulische Tagesbetreuung in Zürich, Bern, Basel, Lausanne». Berichte aus den verschiedenen Regionen.
14 Uhr: Gründung der «Fachgruppe Kinderbetreuung im VPOD».
14.45 Uhr: «Unsere Kinder sind mehr wert: Gute Arbeit braucht gute Arbeitsbedingungen.»
15.45 Uhr: «Unterbewertet – unterschätzt – unterbezahlt? Betreuungsarbeit muss aufgewertet werden.» Zusammenfassung und Schluss mit VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber.
Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Mi, 22. Mai 2013, 9.45–16.30 Uhr. Kosten: 
VPOD-Mitglieder gratis, Nichtmitglieder 
150 Franken. Anmeldung bis 12. Mai 2013 bei: 
VPOD-Zentralsekretariat, Brigitta Mazzocco, Birmensdorferstrasse 67, 8004 Zürich, oder 
brigitta.mazzocco@vpod-ssp.ch, 044 266 52 21. www.kinderbetreuung.vpod.ch

Müttersterblichkeit

Jedes Jahr sterben mehr als 350 000  Frauen an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt – 99 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Ländern des Südens. Die meisten dieser Todesfälle wären durch verbesserte Gesundheitsversorgung, Bildung für Mädchen oder besseren Zugang zu Verhütungsmitteln vermeidbar. Um auf die dringende Umsetzung des Millennium-Entwicklungsziels Nummer fünf der Vereinten Nationen – die Senkung der Müttersterblichkeit um drei Viertel bis ins Jahr 2015 – hinzuweisen, wird in mehreren europäischen Ländern im Vorfeld zum Muttertag eine «Mutternacht» veranstaltet.
Dieses Jahr findet sie erstmals auch in der Schweiz statt. Es wird die Performance «Hürdenlauf» gezeigt, und später ist Mutternacht mit Judith Estermann, Yvonne Gilli, Teres Steiger-Graf, Rahel Thierstein (Musik) und dem Film «Tansania: Gebären auf Leben und Tod».
Luzern Hürdenlauf: Bahnhofplatz, Sa, 11. Mai 2013, 11–12.30 Uhr. Musik und Film: Kino Bourbaki, Löwenplatz 11, 16–18 Uhr.

Sucht

Die Fachleute der Abteilung Sucht Basel-Stadt sind in verschiedenen Funktionen in einem komplexen Suchthilfesystem tätig, spezialisiert in der Beratung von Personen mit Suchtproblemen und deren Umfeld. Teammitglieder werden ihre Arbeit vorstellen.
Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 13. Mai 2013, 19 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch