Nr. 27/2013 vom 04.07.2013

Kundert am Klassentreffen

Von Stephan Pörtner

Als Kundert in der Landbeiz eintraf, in der das Klassentreffen stattfand, glaubte er, sich verirrt zu haben. Keiner der im Saal versammelten Menschen kam ihm irgendwie bekannt vor. Da sie ihn alle mit Namen ansprachen, ihm Getränke in die Hand drückten und von gemeinsam erlebten und erduldeten Begebenheiten erzählten, an die er sich durchaus erinnerte, musste er annehmen, dass diese Versammlung gut gekleideter und ansehnlicher reifer Erwachsener aus jenen Kindern herangewachsen war, mit denen er jahrelang zur Schule gegangen war. Als es schon spät war, glaubte er endlich seinen alten Banknachbarn wiederzuerkennen, doch der schwor, der tschechische Kellner zu sein.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Am Samstag, 6. Juli 2013, liest er um 14 Uhr aus seinem neuen Genossenschaftskrimi «Mordgarten». Im Anschluss gibt es eine Führung durch die historische Genossenschaftssiedlung Wolfbühl. Um 17 Uhr liest er im Café du Bonheur am Bullingerplatz in Zürich, gefolgt von einem Apéro. Stadtrat Richard Wolff leitet mit Gedanken zum genossenschaftlichen Wohnungsbau zum Sihlfeld-Siedlungsfest über. www.stpoertner.ch

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