Nr. 33/2013 vom 15.08.2013

Aufs Gemüt geschlagen

Von Stephan Pörtner

Wegen eines nicht näher begründeten Festanlasses fuhr der Bus, in dem Püntener sass, an diesem Freitagnachmittag eine ganz andere Strecke. Das merkte dieser viel zu spät, nämlich als es dunkel wurde und er anstatt vor seiner Haustür auf dem Parkplatz eines Discounters stand, von dessen Existenz er bis dahin keine Kenntnis hatte. Er betrat das Geschäft, um sich zu erkundigen, wo er wohl hingeraten sei, aber in dem grell erleuchteten, jedoch trostlosen Laden, in dem sich Waren stapelten, von denen Püntener wusste, dass man sie selbst zu Knallerpreisen meiden sollte, weil sie einem aufs Gemüt schlugen, wusste niemand von nichts.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.

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