Nr. 38/2013 vom 19.09.2013

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Von Stephan Pörtner

Beim Updaten seines nicht mehr ganz neuen Smartphones erlitt Torfweiler einen leichten elektrischen Schock am linken grossen Zeh. Wie dies geschehen konnte, war ihm ein absolutes Rätsel, zumal er sich eigens festes Schuhwerk angezogen hatte, wie in der Gebrauchsanleitung empfohlen. Doch irgendetwas musste er falsch gemacht haben, denn das Smartphone blieb auch nach dem Update stinkdumm, und anrufen tat auch niemand. Dabei hatte er so grosse Hoffnungen in die neue Technologie gesetzt. Er hatte sich vorgestellt, dass das Leben nicht nur leichter, sondern auch interessanter werde, und musste nun einsehen, dass er ebenso gut auf einen Kuhdraht hätte trampen können.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Soeben ist sein neuer Krimi «Mordgarten» erschienen, der in der Siedlung einer Wohnbaugenossenschaft spielt und unter www.woz.ch/shop/buecher erhältlich ist. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. www.stpoertner.ch

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