Nr. 20/2014 vom 15.05.2014

Umarm mal wieder einen Baum!

Von Stephan Pörtner

Wer beim Gang durch den Wald nicht einfach zu Boden starrt, wie es die Spaziergänger und Jogger tun, oder seinem Hund nachblickt, kann viel lernen. Das Betrachten der Bäume ist eine weitherum unterschätzte Tätigkeit, da diese Gewächse, besonders in Waldgebieten, als profan und langweilig gelten. Beim genaueren Hinschauen erweisen sie sich jedoch als kurzweilig. Nicht nur ändern sie ihr Aussehen beinahe beliebig und nur bedingt dem Wandel der Jahreszeiten entsprechend, sie verfügen auch über einen Sinn für Humor, der sich darin zeigt, dass sie mitunter die Plätze tauschen oder ganz verschwinden, um Tage später wieder dazustehen, als sei nichts gewesen.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Im vergangenen Juni ist sein jüngster Krimi «Mordgarten» erschienen, der in der Siedlung einer Wohnbaugenossenschaft spielt und unter www.woz.ch/shop/buecher erhältlich ist. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. www.stpoertner.ch

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