Nr. 49/2014 vom 04.12.2014

Vorstufe zur Privatisierung?

Von Adrian Riklin

Der Widerstand des VPOD reichte nicht. Nach der Abstimmung vom vergangenen Wochenende in den 34 Gemeinden der Bezirke Bülach und Dielsdorf wird das Spital Bülach (nach den Spitälern von Wetzikon und Männedorf als drittes Bezirksspital im Kanton Zürich) in eine Aktiengesellschaft umgewandelt (siehe WOZ Nr. 48/2014).

Zwar müssen gemäss einer interkommunalen Vereinbarung bis Ende 2019 alle Aktien im Besitz der Gemeinden bleiben. Trotzdem, so hält der VPOD Zürich in einer Medienmitteilung fest: «Einer Privatisierung wurde damit Tür und Tor geöffnet. Wie es nach 2019 weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Auf die weitere Entwicklung des Spitals wird die Bevölkerung jedenfalls nach der Umwandlung in eine AG kaum mehr Einfluss nehmen können.»

Ausgehend davon, dass Stephanie Hackethal, seit 2011 Bereichsleiterin Unternehmensentwicklung am Spital Bülach, bis 2009 auf der Lohnliste des deutschen börsenkotierten Spitalkonzerns Asklepios war, fragt sich der VPOD: «Zufall? Oder sitzt da die zukünftige (Mit-)Besitzerin des Spitals Bülach bereits in der Spitalleitung?»

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