Nr. 12/2015 vom 19.03.2015

Schlütterbanks Putsch

Von Stephan Pörtner

Das ganze Drumherum war es, das immer schwieriger zu rechtfertigen war, weil es dem Kern der Sache in eklatanter Weise widersprach. Zu Beginn waren sich alle einig, dass Gelassenheit und Serenität die Grundpfeiler der unter Ausschluss der Öffentlichkeit begangenen Veranstaltung sein mussten, schliesslich kannte man sich und wollte die gemeinsame Zeit möglichst angenehm zubringen. Die dadurch resultierende Gemütlich- und Gemächlichkeit erlaubte es aber dem umtriebigen Schlütterbank, eine Minderheit hinter sich zu scharen und einen Passus einzuschmuggeln, der das Engagement einer Eventagentur zuliess. Was diese anrichtete, konnte die ganze Welt sehen, weil seither vor allem jene kamen, die es nicht brauchte.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Im Dezember 2014 hat die WOZ eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben. Es ist ebenso wie «Mordgarten» unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich. www.stpoertner.ch

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