Nr. 48/2015 vom 26.11.2015

Widmerwoche-Eilausgabe

Ganze Armeen von Ereignissen machen Ruedi Widmer verrückt

Von Ruedi Widmer

Der Hassprediger Hans-Ulrich Bigler wütet neu im Parlament und nicht mehr in den KMU-Hinterhöfen in den Gewerbegebieten.

Winterthur ist zur Islamistenhochburg geworden. Statt Schiffsdieselmotoren werden heute Irre exportiert. Immerhin ist die heutige Provinzstadt damit wieder im Export tätig.

Am letzten Freitag äusserte sich Franz Beckenbauer erstmals zu seiner Rolle als OK-Präsident bei der gekauften WM 2006. Beckenbauer sagte zur «Süddeutschen Zeitung»: «Ich kann mich nicht erinnern und habe immer blind unterschrieben.» Auch seine Tore hat er immer blind geschossen. Und sein Vertrauen in Sepp Blatter war natürlich auch blind.

Der Flugzeugträger «François Hollande» wartet schwer bewaffnet im Élysée auf seinen Auslauf ins Mittelmeer.

Der Flugzeugträger «Thomas Aeschi» soll ins Bundeshaus entsandt werden, wo er den baugleichen Träger «Christoph Blocher» ersetzen soll, der vor acht Jahren auf Grund lief. Begleitet wird der «Thomas Aeschi» von der Fregatte «Roger Köppel», dem Zerstörer «Magdalena Martullo-Blocher» und dem U-Boot «Hans-Ulrich Vogt».

Der Sänger Xavier Naidoo sollte das Deutsche Reich im Eurovisions-Gesangswettbewerb verteidigen, wurde jedoch vom linksradikalen Norddeutschen Rundfunk (vergleichbar mit dem Nordkoreanischen Rundfunk) daran gehindert. 2010 gewann die Sängerin Lena Meyer-Landrut den genannten Wettbewerb; damals allerdings noch für die Bundesrepublik Deutschland.

Die SVP meldet, das Quartier Brüssel der belgischen Millionenstadt Molenbeek werde von einer Terrorgruppe namens «Europäische Union» (kurz EUEU oder seit einiger Zeit nur noch EU) kontrolliert. Die Gruppe führe regelmässig Anschläge gegen heimattreue BewohnerInnen der Schweiz aus.

Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt wurde in Hamburg beerdigt. In seine Zeit als Amtsinhaber fiel unter anderem der Deutsche Herbst. Damals wurde das Land von den Regionalen Arbeits-Fermittlungszentren RAF terrorisiert.

Gemäss einer britischen Untersuchung könne nur jeder dritte Google anwendende Teenager zwischen bezahlter Werbung und regulären Inhalten unterscheiden. Damit wird der Generationenvertrag mit der grossen Gruppe von SeniorInnen gesichert, die keinen Zusammenhang zwischen Waffenexporten nach Saudi-Arabien und der Flüchtlingswelle herstellen können.

Die F*innen begrüssten die neue gründeutsche Rechtschreibung mit dem Sternchen, hiess es in Helsinki.

Die Terrorwahnstufe wurde bei allen Bürgern auf 9 (violett) erhöht.

Im Umfeld der Winterthurer Al-Nur-Moschee bekamen Frauen Geld, wenn sie sich verschleierten. Das ist auch für die vielen sehr christlichen WinterthurerInnen beruhigender, als wenn es umgekehrt ist (ausziehen).

Der von den eigenen WählerInnen abgewählte SVP-Medizinmann Christoph Mörgeli arbeitet neu als Journalist bei der «Weltwoche». Damit hat er dem bei der «Welt» wegen rassistischer Facebook-Kommentare geschassten deutschen Starjournalisten Matthias Matussek die Leitung der «Weltwoche» weggeschnappt, die eigentlich diesem zugestanden hätte. Bekanntlich muss das Blatt ja neu geführt werden, weil Roger Köppel Bundesrat wird. Doch bleibt Matussek sicher ein Plätzchen bei der NZZ frei.

Cartoonist Ruedi Widmer steht Kolumne bei Fuss in Winterthur.

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