Nr. 09/2016 vom 03.03.2016

Was ist los in Hollywood?

Beeindruckt von den Tricks, deren sich die grossen Filmstudios bedienten, um so etwas wie tiefgreifende Dramen und herzergreifende Komödien vorzutäuschen, wagte es fast niemand mehr, sich einzugestehen, dass das Gebotene zwar ordentlich rumste, blinkte und zischte, darüber hinaus aber ein bestenfalls halbschales Gefühl zurückliess. Etwas richtig Verblüffendes oder Überwältigendes war schon lange nicht mehr gezeigt worden. So stellte sich hinter vorgehaltener Hand die bange Frage, ob das an der eigenen Übersättigung lag oder daran, dass der Weg nach Hollywood nur noch bestens vernetzten Oligarchenkindern offenstand, von denen aufgrund ihrer vollkommenen Sorglosigkeit und Abgehobenheit etwas anderes schlicht nicht zu erwarten war.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Im Dezember 2014 hat die WOZ eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Ebenfalls im WOZ-Shop (www.woz.ch/shop/buecher) zu haben ist sein 2013 erschienener Krimi «Mordgarten».

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