Nr. 13/2017 vom 30.03.2017

Der Ungeist der Zeit

Von Stephan Pörtner

Als alles anders wurde, nämlich so, wie es geheissen hatte, dass es gar nicht werden konnte, weil es so schon einmal gewesen war und alle wussten, wie es enden würde, machte sich eine grosse Ratlosigkeit und Lethargie breit. Immer schneller wurde es so, wie es nicht sein sollte, wenn man nicht wollte, dass es so würde, wie befürchtet wurde. Weil es aber etwas anderes ist, zurückzuschauen, als dabei zu sein, und es offiziell auch gar nicht so war, wie es aussah, blieb nur die Hoffnung auf die selbstzersetzenden Kräfte der rollenden Lawine, unter die selber zu geraten immer wahrscheinlicher wurde.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Die WOZ hat eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.

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