Nr. 38/2017 vom 21.09.2017

Das Ende der Welt

Von Stephan Pörtner

In der nicht allzu fernen Zukunft war alles viel klarer, als es die Gegenwart hätte vermuten lassen. Der Grund dafür waren Umstände, die niemand bedacht hatte. Besonders viel zur Beruhigung der Lage trug das Versinken ganzer Kontinente im Meer bei. Dass dieses Phänomen ganz überraschende und teilweise sogar lustige Ursachen hatte, führte zu einem radikalen Umdenken bei der Restbevölkerung. So entstand auf diesem Planeten doch noch etwas Hübsches, wenn auch nur für 23 Jahre, als ein Mensch namens Köderschlamm geboren wurde, der verheerenden Unfug zu verbreiten drohte, hätte nicht kurz vor seinem zwölften Geburtstag ein quallenartiges Objekt die Erde verschlungen.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Die WOZ hat eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.

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