Nr. 07/2018 vom 15.02.2018

Menschenrechte

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) bildet den Mindeststandard des Menschenrechtsschutzes in Europa. Dieser Standard gerät in der Schweiz zunehmend unter Druck. Was bedeuten Menschenrechte für jede und jeden von uns? Sind diese zu selbstverständlich geworden? Wie werden Menschenrechte im Alltag und als politisches Thema wahrgenommen? Zur Vernissage der Ausstellung «Meine Geschichte, mein Recht. Bewegende Portraits aus der Schweiz» gibt es eine Veranstaltung mit Andrea Huber, Geschäftsführerin und Initiantin von Schutzfaktor M, und Ursula Biondi, die mit siebzehn Jahren ins Frauengefängnis Hindelbank gesperrt wurde, weil sie schwanger war.

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, Mo, 19. Februar 2018, 19.30 Uhr.

Migration

Die Zahl der Menschen auf der Flucht ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Viele wollen nach Europa, doch Europa möchte Flüchtlinge und Migranten fernhalten. Lassen sich Fluchtbewegungen stoppen? Können deren Ursachen bekämpft werden? Durch Hilfe vor Ort? Durch neue Kooperationen zwischen Herkunfts- und Zielländern? Was soll die Schweiz tun? Darüber diskutieren in der Veranstaltung von Alliance Sud Nationalrätin Barbara Steinemann (SVP), Mark Herkenrath, Geschäftsleiter Alliance Sud, und Christoph Wehrli, Historiker und Journalist. Moderation: Markus Mugglin.

Bern Generationenhaus, Bahnhofplatz 2, Spittelsaal, Mi, 21. Februar 2018, 18 Uhr.

Kinder

Kinder gehören zu den häufigsten Leidtragenden von Gewalt und Krieg, von Hunger und Ausgrenzung, Diskriminierung und zerstörten Schulen, von Vertreibung und Flucht. Doch sind Kinder, ihre Erlebnisse, ihre Ängste und Hoffnungen, ihr Potenzial und ihre Rechte noch viel zu wenig im Blick, wenn es darum geht, die Herausforderungen mit den grossen Fluchtbewegungen der Gegenwart zu meistern. Zum Thema «Angekommen in Deutschland. Wenn geflüchtete Kinder erzählen» spricht Katharina Gerarts, Professorin für Kindheitspädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt.

Zürich Universität, Rämistrasse 71, Raum KOL, E 18, Mi, 21. Februar 2018, 18 Uhr.

Kakao, Sklaven und Wasser

Im Planet 13 in Basel werden zwei Dokumentarfilme gezeigt: «Unsichtbare Hände. Sklaverei heute» von Thomas Hauer und René Kirschey handelt vom französisch-kanadischen Journalisten Guy-André Kieffer, der in Côte d’Ivoire von Unbekannten entführt wurde. Seither fehlt von ihm jede Spur. Kieffer hatte für lokale und französische Zeitungen über Korruption in Wirtschaft und Politik und über KindersklavInnen recherchiert, die auf den Kakaoplantagen als ArbeiterInnen eingesetzt werden. Anschliessend folgt der Film «Wem gehört das Wasser?». Wasser ist die für das Leben wichtigste Ressource der Erde. Der Kampf um den Besitz der weltweiten Wasserreserven hat längst begonnen. Mehrere Weltkonzerne liefern sich ein Wettrennen um die besten Trinkwasserquellen – allen voran Coca-Cola, Pepsi und Nestlé, der grösste Lebensmittelhersteller des Planeten.

Basel Planet 13, Kybeckstrasse 60, Fr, 16. Februar 2018, 20 Uhr.

Uganda

Über eine Million Menschen mussten bisher aus dem Südsudan vor Krieg und Hunger nach Uganda flüchten. Dort erhalten sie Land und Arbeit – eine weltweit einzigartige Willkommenskultur. Doch die Solidarität zwischen den Völkern droht zu bröckeln. Der Fotojournalist Klaus Petrus war vor Ort und berichtet in Wort und Bild über die Lage in den derzeit grössten Flüchtlingslagern der Welt.

Biel Haus pour Bienne, Kontrollstrasse 22, Sa, 17. Februar 2018, 18 Uhr.

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