Kultur/Wissen

18.01.2018

Worte wie Bomben. Der Eigensinn der Dora Koster

Sie hat Texte von umwerfender Wucht geschaffen. Sie war unbedingt, schonungslos und verstörend, und etwas Schamanisches konnte man ihr nicht absprechen. Ein Sittenbild über Dora Koster.

18.01.2018

Wenn der Freisinn auf die Strasse geht

War das eine Demo? Nicht doch, sie nannten es einen «antipessimistischen Mittagsspaziergang», dabei wirkte es mehr wie ein unfreiwilliger Vorbote der Fasnacht. Aber sie haben sich zünftig Mühe gegeben im internen Kampagnenmalkurs, die guten Leute von der FDP des Kantons Zürich.

18.01.2018

Zuckerberg goes Mielke

Facebook benachteiligt erneut journalistische Inhalte. Das könnte auch Folgen für die No-Billag-Abstimmung haben.

11.01.2018

Schuld ohne Sühne

Wenn Schuld und Vergeltung dem gottlosen modernen Menschen selbst überlassen werden, kann das ganz schön brutal enden. Ein neuer Film und eine Serie erzählen aktuelle Rachegeschichten auf alten Folien.

11.01.2018

Eine Fotoschau als perfekte Cashcow

Wie jedes Jahr präsentiert uns die «Photo 18» auch diesen Januar wieder das, was sie selber vollmundig zur Fotokunst erklärt. Und Fotokunst ist für die Ausstellungsmacher, was sich für sie auszahlt. Eine Talentschau für junge Schweizer Fotografie ist die Veranstaltung nur bedingt.

11.01.2018

Der Markt solls richten!

Die Nebelwand der No-Billag-Initiative verschleiert, welche ökonomischen Interessen mit dem Druck auf die SRG verfolgt werden.

05.01.2018

Wann haben Sie gemerkt, dass Ihre Stimme speziell ist?

Der Radiomoderator Reeto von Gunten erzählt, warum die ersten sieben Sekunden immer für die Füchse sind, welche Leute ihn an Sonntagvormittagen anrufen – und was für einen Tipp ihm ein erfahrener Radiomacher kurz vor seiner allerersten Sendung mit auf den Weg gab.

05.01.2018

Wende ohne Ende

Der seit zwei Jahren wütende Streit um Chris Dercon als Nachfolger von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne ist unerhört – und spiegelt im Kern eine Krise der Kulturlinken. In diesem Shitstorm erscheint fast der gesamte Theaterbetrieb autoritär. Und in Dercons Haus flackern die neoliberalen Gespenster.

05.01.2018

Volksverblödung

Wenn Bundesrätin Doris Leuthard den Forderungen der Verleger nachgibt, spielt sie den No-Billag-BefürworterInnen in die Hand.

21.12.2017

An Europas Rändern

Vom afrikanischen Kontinent bis hinauf nach Finnland: Zwei spanische Reporter bereisten die Aussengrenzen der Europäischen Union – und machten daraus eine ungewöhnliche Fotoreportage in Form einer Graphic Novel.

21.12.2017

Mit Airbnb in der Favela

Die Autorin Michelle Steinbeck war zu einem Literaturfestival in Rio de Janeiro eingeladen. Weil sie keine ignorante Touristin sein wollte, buchte sie eine Wohnung in einer befriedeten Favela. Doch schnell musste sie feststellen: Ihr Reiseführer ist nicht auf dem neusten Stand.

21.12.2017

Die Angst vor der Lust

In den USA wurde «Feminismus» zum Wort des Jahres gekürt. Aha. Aber wie wackelig und prekär die Dinge im Jahr von #MeToo auch liegen mögen: Es gibt einen feministischen Fortschritt. Bloss, wie halten wir es jetzt mit der Lust?

14.12.2017

Der Beruf ist auch nur ein Hobby

Freizeit auf Knopfdruck? Das Hobby war einst der Rückzugsort vor dem ökonomischen Diktat der Arbeit. Heute, in Zeiten von Snapchat und Instagram, ist alles viel komplizierter.

14.12.2017

Wette auf die Zukunft

Die AZ Medien AG spannt mit den Regionaltiteln der NZZ-Gruppe zusammen. Und der einzige Aarauer auf der WOZ fragt sich: Wird damit die Medienvielfalt in der Region zu Grabe getragen?

14.12.2017

Jede Biografie ein kleiner Abenteuerroman

«Meet-my-life» heisst eine Plattform, auf der «jedermann» dazu eingeladen wird, seine Autobiografie zu verfassen. Die Plattform wurde vom ehemaligen Fust-CEO Erich Bohli aus der Überzeugung heraus gegründet, dass jede Lebensgeschichte es wert sei, dokumentiert zu werden.

07.12.2017

Das Profane ist politisch

Der französische Soziologe Didier Eribon legt in seinem neuen Buch «Gesellschaft als Urteil» die Schichten seiner Herkunftsscham frei. Mit Eitelkeit, wie manche meinen, hat das nichts zu tun.

07.12.2017

Die Schwarzkopie im Weissenghetto

Schwarze einmal nicht als Randgruppe, sondern als normale Mitglieder des Ensembles? An den Münchner Kammerspielen wurde geprobt, was im Theaterbetrieb selbstverständlich sein sollte. Die Reaktionen im Feuilleton waren entlarvend.

07.12.2017

Anatomie einer Kampagne

Wenn rechte Medien zusammenspannen: Wie ein breiter antiintellektueller Feldzug in die personalisierte Jagd auf eine Genderforscherin mündete.

07.12.2017

Furios und masslos

Dora Koster sprengte Grenzen, des Masses, der Wohlanständigkeit. Sie war im Zürcher Niederdorf unübersehbar und unüberhörbar. Zuerst an der Froschaugasse, dann am Rindermarkt und am Zähringerplatz hat sie das kulturelle Klima der Stadt befördert, war mit dem Neumarkt-Theater verbunden.

07.12.2017

Lust am Sprachspiel

«Ich bin wie einer dieser langsam verglühenden Ahornbäume, die nun ihre Blätter lassen», schrieb Verena Stefan am 18. November. Am 29. November, kurz nach ihrem 70. Geburtstag, ist sie bei sich zu Hause in Montreal gestorben.