«Das zerrissene Belgrad»

WOZ-LeserInnenreise vom 11. bis 18. Mai 2019

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Liebe Leserin, lieber Leser

Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer WOZ-LeserInnenreise nach Belgrad. Leider ist sie schon ausgebucht. Wenn Sie jetzt nicht mitreisen können, nehmen wir gerne Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse entgegen, um Sie bei zukünftigen WOZ-Reisen vorab informieren zu können.

Herzliche Grüsse
Ihr WOZunterwegs-Team

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Geschichte und Gegenwart der jugoslawisch-serbischen Linken

Um die Jahreswende demonstrierten jedes Wochenende Zehntausende in Belgrad gegen Serbiens Präsident Aleksandar Vučić und dessen Regierung, der die Opposition Einschränkung demokratischer Freiheiten vorwirft. Ist sie also wieder da, die zivilgesellschaftliche Bewegung – wie damals, als es 1991 zu Massenaktionen gegen die Regierung von Slobodan Milošević kam? Doch woran orientieren sich die Proteste? Beziehen sie sich etwa auf Titos Jugoslawien, das im PartisanInnenkampf ab 1941 entstanden war und einst als Modell eines Dritten Wegs galt?

Oder ist inzwischen alles in Vergessenheit geraten: Jugoslawiens zentrale Rolle in der Bewegung der blockfreien Staaten, die Arbeiterselbstverwaltung, die Kritik der marxistischen Praxis-Gruppe, das Ringen der Kommunisten um gesamtjugoslawische Gemeinsamkeiten? Vieles ist inzwischen verschüttet, überlagert von den nationalistischen Sichtweisen im Zuge der Kriege, die in den neunziger Jahren zahllose Opfer forderten und Jugoslawien zerstörten.

Diesen Themen und vielen aktuellen Fragen werden wir auf der WOZ-Reise nach Belgrad (und Zrenjanin) nachgehen. Wir sprechen mit Soziologen über den Kampf der Erinnerungen. Wir erfahren von widerständigen ArbeiterInnen, wie der Selbstverwaltungssozialismus funktionierte und weshalb es heute noch Proteste gegen Privatisierungen gibt. Wir hören von HistorikerInnen, was am jugoslawischen Modell positiv war – und was nicht. Wir treffen AktivistInnen, die sich dem Antiziganismus widersetzen, sich gegen die Umstrukturierung Belgrads wehren, an Alternativen zu den momentanen Herrschaftsverhältnissen arbeiten. Und wir besuchen auf mehreren Stadtrundgängen unter anderem das ehemalige Belgrader Konzentrationslager Staro Sajmište. Zudem folgen wir auf einer einfachen Wanderung den Spuren des Zweiten Weltkriegs.

Mara Puškarević

Reisedaten

11. bis 18. Mai 2019

Programm

Das detaillierte Reiseprogramm als PDF zum Download

Unterkunft / Preise / Leistungen

Preise pro Person (inklusive Frühstück)

Royal Inn Hotel (www.royalinn.rs)
Doppelzimmer: Fr. 1750.–
Einzelzimmer: Fr. 1950.–

Jugi YOLOstel (www.yolostel.rs)
4-Bett-Zimmer (nach Geschlecht aufgeteilt): Fr. 1450.–

Nur Programm: Fr. 1350.–

Die einzelnen Programmpunkte der Reise werden ins Deutsche übersetzt.

Die Hin- und Rückreise nach und von Belgrad muss individuell organisiert werden und ist nicht im Preis inbegriffen.

Die angegebenen Preise sind Richtpreise, die sich je nach Wechselkurs und Anzahl TeilnehmerInnen noch leicht ändern können. Individuelle Wünsche wie zum Beispiel Aufenthaltsverlängerungen können Sie bei der Anmeldung im Bemerkungsfeld angeben. Wir versuchen, diese zu organisieren, können aber keine Garantie dafür abgeben. Wir informieren Sie jeweils so bald wie möglich. Drei gemeinsame Mahlzeiten sind im Reisepreis inbegriffen. Auf dem Programm finden Sie die entsprechenden Hinweise.

Die Reise wird fotografisch dokumentiert. Ausserdem nehmen wir – wenn möglich – die Referate und Gespräche auf. Die Bilder und Tonaufnahmen werden allen Mitreisenden später auf einer DVD zur Verfügung gestellt.

Bei Fragen zu dieser Reise wenden Sie sich per E-Mail an unterwegs@woz.ch oder rufen Sie uns an: +41 (0)44 448 14 83. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns reisen.

Anmeldeschluss ist der 7. März 2019.

Literatur