Nr. 03/2005 vom 20.01.2005

Das Bild der Menschenrechte

Von Edith Krebs

Woran denken Sie, wenn Sie das Bild eines jungen Paares mit Kind sehen, das sich in einem Museum vor einem monumentalen Historienbild angeregt unterhält? Wohl kaum an das Thema Menschenrechte - und doch tauchen solch positiv gestimmte Alltagsbilder in einem Bild- und Textband auf, der sich diesem Thema widmet. Es ist ein Verdienst des opulenten Bandes «Das Bild der Menschenrechte», dass er uns nicht nur mit Elendsbildern konfrontiert, sondern auch mit Ansichten und Situationen, die zeigen, wie gut es den Menschen geht, wenn diese Rechte selbstverständlich sind. «Darf der Staat töten?», «Ist meine Hautfarbe Grund genug, mich abzulehnen?», «Woran sollen wir glauben?» - solche (rhetorischen) Fragen führen in die einzelnen Kapitel (Recht auf Leben, Diskriminierungsverbot, Gewissens- und Religionsfreiheit und so weiter) ein. Dazwischen finden sich nachdenklich stimmende Texte - zum Beispiel von der Journalistin Margrit Sprecher über Todestrakte in amerikanischen Gefängnissen oder von der Ärztin Sima Samar über die Gesundheitsfürsorge in Afghanistan. Am drastischsten und obszönsten zeigen sich Ungleichheit und Ungerechtigkeit wohl dort, wo es um das Recht auf Nahrung geht.

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