Nr. 14/2016 vom 07.04.2016

Die Heiterkeit der Berge

Von Stephan Pörtner

Der Heitersberg, der sich irgendwo in der Schweiz befindet, trägt diesen Namen nur sehr bedingt zu Recht. Obschon die Heiterkeit der Berge bereits im alten Sparta als gemachte Sache galt, ist sie nach wie vor nicht wissenschaftlich erwiesen und wird nur auf Druck der Berggebiete kaum infrage gestellt. Wer es tut, muss bald erfahren, dass die Konsequenzen solchen Handelns mit Heiterkeit wenig zu tun haben. Darum wird vermutet, dass die Benennung des Heitersbergs auf eine geheime Widerstandsbewegung zurückgeht, die erreichen wollte, dass die Menschen angesichts eines sogenannt heiteren Bergs erkennen würden, dass Berge in Wirklichkeit eher gleichgültig bis griesgrämig sind.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Im Dezember 2014 hat die WOZ eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein 2013 erschienener Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Die Heiterkeit der Berge aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr