Nr. 13/2011 vom 31.03.2011

Das para-postmodern-dekonstruktivistische Phänomen

Von Stephan Pörtner

Im Institut für freigeistigen Überbau und angewandte Aggro-Physik herrschte grosser Andrang. Die sonst nur sporadisch eintrudelnde Studentenschaft war vollzählig erschienen, um dem Vortrag des berüchtigten Gastredners Professor Zinkweiss zu lauschen. Dieser hatte vor sehr langer Zeit etwas Spektakuläres entdeckt und versuchte seither, jemanden zu finden, der verstand, von was er redete. Bisher erfolglos. Doch war es gerade diese unbegreifliche Verquertheit seines Gedankenkonstrukts, die ihm bei den Studenten das eingebracht hatte, was man in des Professors Jugend einen Kultstatus genannt hatte. Keiner der Studenten plante, einen nützlichen Beitrag zu leisten, aber alle wollten dabei so berühmt und verkannt werden wie Zinkweiss.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Das para-postmodern-dekonstruktivistische Phänomen aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr