Nr. 16/2011 vom 21.04.2011

Pflotschklausel

Von Stephan Pörtner

Die Schneeschmelze war in diesem Jahr, angestachelt von talseitig hochsommerlichen Temperaturen zur Unzeit, derart übermotiviert, dass sich die weisse Pracht innert weniger Tage in eine unansehnliche Pflotschflut verwandelte. Diese schlitterte bergab und schwappte den letzten Gästen, die von den niedrigen Preisen Ende Saison profitieren wollten, vor die Füsse. Diese wie immer missgelaunte Klientel beschwerte sich bei der Kurdirektion und versuchte, weitere Rabatte herauszufeilschen, allerdings ohne Erfolg, da sich die alteingesessenen Tourismusbarone, abgehärtet im Jahrhunderte dauernden Kampf gegen die aufsässigen Fremden, mit Pflotschklauseln bis unters Dach gewappnet hatten. Die Geizgäste gifteten bitter und drohten, nächstes Jahr wieder dem Strandnepp zu frönen.

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